Venezuela lässt sein Gold zukünftig in der Türkei verarbeiten. Bisher war die Schweiz Ort der Goldverarbeitung. Aufgrund internationaler Sanktionen zeigt sich Venezuela besorgt, ihr Gold könnte die Schweiz nicht mehr verlassen.

Reuters meldet, dass die venezolanische Zentralbank seit Jahren nationales Gold aufkauft und es im Ausland raffinieren lässt. Das Gold dient zur Stützung der Währungsreserven. Bisher in der Schweiz weiterverarbeitet, wird das Gold nun in die Türkei verschifft und dort verarbeitet. „Das ist eine Vereinbarung zwischen der türkischen und der venezolanischen Zentralbank“, so Victor Cano, Bergbauminister Venezuelas auf einer Pressekonferenz. „Wie lassen dies von alliierten Ländern durchführen, denn Sie können sich vorstellen, was passiert, wenn wir unser Gold in die Schweiz schicken: Man teilt uns mit, dass man das Edelmetall aufgrund von Sanktionen dort behalten müsse.“ In diesem Jahr hat die venezolanische Zentralbank 9,1 Tonnen Gold aufgekauft. Wie viel Gold in die Türkei geht, ist nicht bekannt. Laut Opposition verkaufe man das Gold an die Türkei, um die schwächelnde Ölproduktion aufzuwiegen.

Die Vereinigten Staaten haben im vergangenen Jahr mehrere Sanktionen gegen Venezuela wegen Verletzung der Menschenrechte und Untergrabung der Demokratie verhängt. Darunter fällt ein pauschales Verbot für US-Bürger neu ausgegebene Schulden von Venezuela und seinen staatlichen Unternehmen zu kaufen. Für Präsident Maduro der ausschlagende Grund für die Misere im Land. Er sieht die Sanktionen als Teil eines „Wirtschaftskrieges“.

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