Springe zum Inhalt

Dedollarisierung: Russland und China distanzieren sich weiter vom Dollar

Dedollarisierung - Russland und China sind auf dem Weg eine gemeinsames Zahlungssystem zu entwickeln und sich weiter vom Dollar zu distanzieren.

Wie Newsweek berichtete, sagte Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew auf einer Veranstaltung in Peking, dass Russland und China ihre beiden nationalen Zahlungssysteme verknüpfen könnten, um mit westlichen Alternativen konkurrieren zu können.

Dedollarisierung schreitet voran

Laut dem Magazin unterstrich Medwedew den Erfolg des chinesischen Zahlungssystems sowie Chinas Ambitionen der Internationalisierung des Yuan. Zudem verkündete er die Entwicklung eines eigenen Zahlungssystems – der Karta Mir. Dieses wurde im Anschluss an die westlichen Sanktionen bezüglich der Krim-Krise ausgearbeitet. Weiter werde diskutiert, ob das neue Zahlungssystem mit der dem chinesischen System verknüpft werden soll.

Die Karta Mir soll auf allen russischen Territorien funktionieren und somit auch auf der Krim. Mehr finanzielle Möglichkeiten bedeuten für Medwedew ein stabiles Finanzsystem. "Die Welt braucht ein ausgewogenes System finanzieller Beziehungen, das auf der Verwendung verschiedener Reservewährungen für verschiedene Transaktionen basiert. Es sollte keine Dominanz durch eine einzige Währung geben“, so Medwedew bezogen auf den US-Dollar.

Russland und China pflegen seit Jahren eine wachsende wirtschaftliche Beziehung. Zudem lassen beide Länder mit ihren Vorhaben darauf schließen, sich vom Westen, insbesondere dem US-Dollar, zu distanzieren.

Die Dedollarisierung soll in Russland und China bereits voranschreiten und Chinas Petro-Yuan soll der Grund sein. So die Gerüchte, die sich seit Monaten halten. Eine echte Bedrohung für den Petrodollar oder doch nur Mythos?

Ungeachtet der breiten Medien befeuerte ein Bericht der japanischen Nachrichtenseite Nikkei die Gerüchte um einen möglichen goldgedeckten Petro-Yuan. Auch wir berichteten über die möglichen Pläne Chinas, sich vom Petrodollar zu lösen und den Yuan als Reservewährung zu vermarkten. Nun berichtet mit CNBC erstmal ein bekanntes internationales Medium über die mögliche Dedollarisierung Chinas.

Lesen Sie hier: Die Dedollarisierung Chinas: Kommt der goldgedeckte Petro-Yuan?

(Titelbild: istock.com)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.