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Russland: Joint Venture für das größte Platinvorkommen der Welt

Zwei bisher zerstrittene russische Oligarchen tun sich zusammen, um das Platinvorkommen in der russischen Arktis zu heben. Das Volumen soll bei jährlich etwa 70 bis 100 Tonnen liegen. Die Kosten liegen in Milliardenhöhe.

Jahrelang stritten die beiden russischen Oligarchen Wladimir Potanin und Musa Baschajew um die Schürfrechte in der russischen Arktis. Nun einigten sich beide auf ein Joint Venture, das Russland zum größten Platinproduzenten der Welt machen wird. Derzeit gilt Südafrika als führender Produzent vor Russland. Das Projekt soll noch dieses Jahr starten. Die Produktion soll 2020 beginnen.

Platinvorkommen bei 4.300 Tonnen

Gemeinsam werden Potantins Konzern Norilsk Nickel sowie Baschajews Russian Platinum südlich der arktisch-sibirischen Halbinsel Taimyr an den drei Lagerstätten Maslowskoje, Tschernogorskoje und Norilsk an der Aushebung des größten Platinvorkommens der Welt arbeiten. Berechnungen zufolge sollen die Kosten zwischen vier und sechs Milliarden Euro hoch sein. Das erhoffte Volumen der Produktion soll pro Jahr zwischen 70 und 100 Tonnen der Platinmetallgruppe liegen. Insgesamt belaufen sich die Schätzungen auf 4.300 Tonnen Metalle der Platin-Gruppe und 6,3 Millionen Tonnen Nickel.

Große Nachfrage der Industrie

Platin und Palladium werden besonders in der Autoproduktion nachgefragt. Die Metalle der Platingruppe werden aber ebenso im Maschinenbau und der Medizintechnologie benötigt. Beide eignen sich zur Herstellung von Katalysatoren. Platin wird in der Produktion von Dieselfahrzeugen deutlich stärker verwendet. Die Nachfrage für Diesel-Fahrzeuge ist seit dem Emissionsskandal um Volkswagen jedoch zurück gegangen. Palladium profitierte hingegen von den resultierenden Wachstumserwartungen für benzin- und elektrobetriebenen Hybridfahrzeuge. Obwohl Platin als das wertvollere Edelmetall gilt, ist Palladium rasant vorbeigezogen. Während der Platinpreis im vergangenen Jahr bis auf 869 US-Dollar je Feinunze fiel, stieg der Palladiumpreis auf ein Rekordhoch von 1.138 US-Dollar je Feinunze.

Titelbild: maxpixel

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