Russland: Höchster Goldanteil der Reserven in der Ära Putin – Goldpreis fällt

2016 kaufte Russland mit 200 Tonnen Gold die bisherige Jahres-Rekordmenge. Dieser Wert könnte 2017 bestätigt werden. Die russische Zentralbank hat das diesjährige Tempo der Goldkäufe stark angezogen. Der Anteil von Gold liegt bei den russischen Währungs- und Goldreserven mit 17 Prozent auf dem höchsten Stand in der 17jährigen Ära Wladimir Putins an der Macht. Alleine im zweiten Quartal lag der Anteil der Goldreserven bei 38 Prozent.

Russland soll bereits seit zwei Jahren auf den Kauf von Auslandsdevisen aus dem Westen verzichten. Infolge Wirtschaftssanktionen setzt Russland auf die geopolitische Stellung des gelben Edelmetalls. Denn bei allen geopolitischen Spannungen gilt Gold als größter Nutznießer.

Weltweit gesehen, ist Russland der größte Goldeinkäufer. Da sie auch zu den drei größten Goldproduzenten gehören, ist der Einkauf der heimischen Produktion ein großer Vorteil. Dieser wird immer mehr ausgebaut und unterliegt höchster Prämisse. Seit der Zunahme der Goldkäufe 2007 stiegen die russischen Goldreserven auf 1.716 Tonnen. Somit um ein Vierfaches innerhalb der letzten zehn Jahre. Laut World Gold Council mehr als die Reserven der Türkei, Indien und Mexiko zusammen. Sollte die Geschwindigkeit der Goldanhäufung anhalten, könnte die Goldkäufe von 2015 und 2016 bestätigt werden, so das WGC.

Goldpreis fällt

Am heutigen Montag musste der Goldpreis einen Verlust hinnehmen, nachdem er Wochen zuvor auf ein 12-Monats-Hoch gestiegen war. Der Goldkurs fiel auf den niedrigsten in den vergangenen sieben Wochen. Auslöser ist u.a. die geschlossenen Märkte in China aufgrund der Feiertage in dieser Woche, die versuchte Wiederbelebung des Dollars, Entscheidungen in Japan sowie die Wahl zum Referendum in Katalonien.

 

(Titelbild: CC-BY-SA 3.0)

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