Am Montag lag der Platinpreis bei 811,10 US-Dollar je Feinunze. Das bedeutet den niedrigsten Preis für das Edelmetall seit Juli 2004. Der Dieselskandal setzt Platin ungehindert weiter zu. Nun drücken auch die möglichen Autozölle auf den Preis.

Platinpreis weiter auf Abwärtskurs

Zwar läuft es für Palladium und Gold auch nicht mehr so rund wie noch Anfang des Jahres, doch liegen die Gründe für den andauernden Einbruch beim Platinpreis eindeutig in den Konsequenzen des Dieselskandals. Bereits in Vergangenheit berichteten wir über zurückgehende Nachfrage bei Dieselfahrzeugen und den Anstieg der Nachfrage bei Benziner. Während Platin besonders bei der Produktion von Dieselfahrzeugen eingesetzt wird, wird Palladium bevorzugt bei der Herstellung von Benziner verwendet. Dies führte auch zum enormen Hoch von Platins Schwesternmetall.

Mögliche Autozölle setzen Platin zu

Nun führt auch den Konflikt im Handelsstreit zwischen USA und Europa und der möglichen Verzollung von Fahrzeugen zu weiteren Kurseinbrüchen. So berichtet mining.com, dass „Drohende Zölle auf Fahrzeugeinfuhren – die über die bereits von den USA auf die EU erhobenen Stahl- und Aluminiumzölle hinausgehen – würden sich unmittelbar auf die Platinnachfrage auswirken. Der europäische Markt exportierte 2017 Autos im Wert von 43,6 Milliarden Dollar in die USA, während Autos im Wert von 7,2 Milliarden Dollar in die andere Richtung gingen“.

Das US-Handelsministerium berät zurzeit, ob Importzölle auf Autos erhoben werden können. Die Automobilbranche ist der wichtigste Abnehmer von Platin. 40 Prozent der Platinproduktion wird bezüglich Dieselkatalysatoren nachgefragt.

Titelbild: maxpixel

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