Wie Reuters gestern bekannt gab, stehen Palladium und sein Schwesternmetall Platin erstmals seit 2001 wieder auf einem Preisniveau. Zustande kam das gleiche Preisniveau, da die Nachfrageerwartungen für beide Edelmetalle in unterschiedliche Richtungen gehen.

Palladium und Platin werden hauptsächlich von der Automobilindustrie nachgefragt. Die Edelmetalle eignen sich zur Herstellung von Katalysatoren. Platin wird in der Produktion von Dieselfahrzeugen deutlich stärker verwendet. Die Nachfrage für Diesel-Fahrzeuge sei in der Gunst der Nutzer seit dem Emissionsskandal um Volkswagen jedoch zurück gegangen. Palladium profitierte hingegen von der resultierenden „Befürwortung“ zurück zu Benzinmotoren zu gehen und von den Wachstumserwartungen für die benzin- und elektrobetriebenen Hybridfahrzeuge.

„Alle Nachrichten, die wir über die Elektromotorisierung der Fahrzeuge gehört haben, deuten mehr Benzinhybridfahrzeuge an. Und das ist gut für Palladium“, sagte Mitsubishi-Analyst Jonathan Butler.

Seinen Rückenwind erhält Palladium durch das gestiegene Interesse der Investoren. Es hat einige spekulative Aktivitäten gegeben, die den Wind in den Segeln aufrecht erhalten. Zudem war die diesjährige physische Nachfrage nach Palladium in China sehr stark, so der Analyst.

Palladium lag am Mittwoch bei 919,50 US-Dollar pro Unze mit einem Plus von 0,6 Prozent, während Platin mit 917,49 US-Dollar pro Unze um 0,3 Prozent niedriger lag. Der Kurs für Palladium stieg in diesem Jahr um 35 Prozent, während Platin um zwei Prozent gestiegen ist.

 

(Titelbild: CC-BY-SA 3.0)

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