Lockpreise beim Altgoldankauf 45,00 Euro pro Gramm …

Lockpreise beim Goldnkauf
Lockpreise beim Altgoldankauf weigold-750-diamantring-050ct-solitaer Lockpreise beim Altgoldankauf

Wenn Ihnen unser Blog zu den häufig eingesetzten Lockpreisen beim Altgoldankauf gefallen hat teilen Sie ihn mit Ihren Bekannten oder Freunden. Die von uns festgestellten Diskrepanzen zwischen angegebenen Preisen und dann später tatsächlich erzielten Verkaufspreisen erschienen uns so relevant daß wir hiermit wohl ins Schwarze getroffen haben. Viele Zuschriften und mails haben uns hierzu erreicht. Wenn Sie hierzu weitergehende Fragen an uns richten möchten nehmen Sie Kontakt mit unserer Gutachterin auf. Ihre Werte gehören in zuverlässige Hände!

 

 

 

 

 

 

„Aurum Utalium“ – und ewig grüsst das Murmeltier

Dore Barren Doré Ingots Gold

Aurum UtaliumBlog zum Aurum Utalium – und ewig grüsst das Murmeltier..

Ich bekomme wöchentlich Betrügereien bzw. Betrugsversuche mit. Abgesehen davon Betrugsversuche vom Unternehmen fern zu halten, begegnen mir fast täglich Dinge, mit denen Kunden betrogen werden sollen oder betrogen wurden. Seien es im Schnellballsystem vertriebene „Investment Diamanten“ oder die nie endenden Versuche, Gold aus zweifelhafter Quelle, falsches Gold oder ähnliches zu verkaufen. Auch die schönen, vielfach abgebildeten Goldbarren in hübschen Kistchen ändern nichts daran, daß diese erhofften Geschäfte zu den Hochrisikounternehmungen mit negativer Prognose gehören.

Ähnlich wie bei der „Nigeria-Connection“, wird hier mit dem pseudowissenschaftlichen Begriff  „Aurum Utalium“ versucht Interesse an einem schnellen Geschäft zu wecken und auf irgendeinem Weg Geld für Dienstleistungen oder für Gold zu ergaunern. Das kennen wir schon lange und so versuchen wir inzwischen, die dazu gehörenden Anfragen entsprechend kurz zu beantworten. Email-Anfragen, die Schlüsselwörter wie „Gold aus Afrika“, „Goldstaub“, „Gold aus Rußland“, „50-200kg Gold pro Monat“ enthalten, werden nicht mehr beanwortet. Schließlich ist das Internet groß und jeder kann sich umfassend informieren, wenn er sich tatsächlich für dieses Geschäftsmodell interessieren will.

Ich habe gestern einem Herrn, der sich ebenfalls in den Maschen dieses Netzes verstrickt hatte und unser Unternehmen für eine Anfrage recherchiert hatte, kurz geantwortet.

Seine Anfrage lautete im ORIGINAL so:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Ihnen gerne zertifizierte, rohe Goldbarren aus Feingold
I.             Commodity: Aurum Utalium (AU) Dore Bars. Exportable, free of liens and encumbrances and not blocked by any government, bank or nation or subject to embargo, clear, clean and of non- criminal origin;
II.            Form: Bars;
III.          Quality (Purity): 96.76% or Better;
IV.          Fineness: 23.45 Karat,

mit reinem Feingehalt ab 22K-23K (Karat), gesamten monatlichen Liefergewichtpartien ab 10 kg bis 200 kg zum Ankauf anbieten
und
werden sehr dankbar für Ihre Antwort auf unsere folgende Fragen:

1. Ihr Einkaufspreis für rohe Goldbarren mit Feingehalt ab 22K-23K (Karat)?

2. Alle anfallende Gebühren an den Verkäufer/Lieferant für die komplette Prüfung nach Goldgehalt, usw. in Ihrer Affinerie (Edelmetallprüflabor). Fallen welche zusätzliche Gebühren an?

3. Ihr gesamtes Procedere/Abwicklung ((Dauer der Prüfung, Ermittlung des Goldwertes, Bezahlung, bzw. Zahlungsfrist nach Prüfung usw.) von rohen Goldbarren Einkauf?

Für Ihre Antwort bedanke mich im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

 

„Aurum Utalium“ Der Zusatz „Utalium“ soll die Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit der Anfrage steigern. bei dem Material handelt es sich eigentlich nur um aufzuarbeitendes Scheidgut Gold hohen Feingehaltes. Das Metall ist ein Element unseres Periodensystems mit der Ordnungszahl 79. Es heisst schlicht „Gold“ oder lateinisch „Aurum“.
Die Handelswege, die der Herr beschreiten will, gibt es so nicht. Natürlich kommt auch Gold aus Afrika nach Deutschland. Dies nimmt aber andere Handelswege. Es gibt schlicht keine Veranlassung für afrikanische Edelmetallhändler, viele Kilogramm von Gold mit Privatpersonen durch die Gegend zu schippern, in der irrigen Idee, irgendwo auf der Welt sei der Marktpreis ein anderer. Die internationalen Edelmetallhandelskurse sind transparent. Vergleichen liessen sich für tatsächlich goldhaltiges Material allenfalls die Scheidgebühren. Die sind aber gerade im Ausland, speziell in Afrika oder Rußland, sogar günstiger als hier. Also keine Veranlassung, die Handelsfähigkeit des Goldes, wenn es denn tatsächlich Gold ist, nicht im Ursprungsland herzustellen. Es gibt dort auch perfekt ausgerüstete Scheidbetriebe. Wer wirklich monatlich 10-200kg Gold liefern will, muss diese Dinge wissen. Er kommt sonst gar nicht in Kontakt mit diesen Mengen. Wir sprechen ja über 300.000 Euro bis 6,8 Mio Euro. Als ob bei diesen Werten jemand zu Scherzen aufgelegt sei, was die Qualität seiner Ware betrifft. Und als ob es in diesen Mengen Absatzprobleme geben würde für die Erzeuger und Hersteller.

Ich habe also die Email wie folgt beantwortet:

Sehr geehrter Herr K…,

das beschriebene Material ist am Markt für Rohstoffe für Sie so nicht erhältlich. Sie sitzen nach unseren Erfahrungen einem Irrtum über die Verkäuflichkeit und der simplen Abwicklungsmöglichkeit auf. Wir haben unsererseits darum auch kein Interesse, hier tätig zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Torbeck
Sachverständige für Edelmetall-Analytik

Diese kurze Email wurde von ihm mit einer Drohung beantwortet:

Sehr geehrte Frau Torbeck,

Ihre sehr, sehr unangenehme Antwort für ein Kunde ist absolut inkompetent und dilettantisch unprofessionell für ein Geschäftsführer einer Firma..
Besonders für Image, Ruf und öffentliche Bewertung Ihrer Firma.
Ich überlege grade sollte man vieleicht es weiter an Ihr Kundenkreis leiten.

Der Irrtum liegt in Ihrem Denkens,- und Schreib Weise, sowie Kultur im Dialog mit einem Kunde.

Absolute wahnsinnige Frechheit.

Schönen Tag noch!

Mit freundlichen Grüßen

 

Ich übernehme die Veröffentlichung gleich selbst und frage: Was soll ich von so einem Vorgehen halten?

Diamantpreise – Preisentwicklung zeigt nach unten

Diamantpreise – Preisentwicklung zeigt nach unten

Die gute Nachricht vorab:

  • Höhere Diamantqualitäten, die eine GIA Farbgraduierung von D-I und eine Reinheit von Si1 oder besser haben, sind nur von sehr kleinen Wertverlusten betroffen. Das bezieht sich auch auf Brillanten mit Gewichten von 1,5 – 5 ct.
  • Unsere Ware ist bereits polierte Ware bzw. stammt aus zweiter Hand. Immer mehr Händler werden sich für solche Quellen interessieren. Damit sind wir an einer Schlüsselposition, um an den Großhandel zu verkaufen und noch immer in einem guten Wettbewerb mit attraktivem Preisgefüge.
  • Unsere Diamantgutachter bleiben am Thema und beobachten weiterhin den Markt. Sie stehen Ihnen für alle Fragen gern zur Verfügung.

Unsere Diamantgutachter berichten zur aktuellen Preisentwicklung:

Seit Anfang des Jahres berichten alle Diamant-Branchen dass die Händler auf hohen Lagerbeständen sitzen und teilweise verkaufen müssen.

David Rapaport,  Herausgeber der Rapaport Diamantpreise, appellierte  an alle Marktteilnehmer, keine vorzeitigen Lagerverkäufe von polierter Ware (verkaufsfähigen Brillanten) vorzunehmen und darauf zu achten, dass Rohdiamanten bis zum Verkauf für den Schmuckmarkt zu adäquaten Preisen gehandelt werden.

Teilweise wurden Rohdiamanten aus den Minenbetrieben nicht mehr abgenommen, weil die Lagerbestände zu hoch waren. Wir beobachten einen gewissen Preisverfall bei den Sonderschliffen für Diamant, also für Prinzess-, Marquise-, Oval-, Smaragd- oder Birnenschliff-Formen.

Auch bei den runden, also den Brillantschliffen, setzte eine Preisreduktion ein, insbesondere bei den schwächeren Qualitäten. Es wird  mit einem Preisverfall von ca. 20% in den nächsten Monaten gerechnet. Das führt außerdem noch dazu, dass Händler ein Überangebot an Steinen haben, die sie zu höheren Preisen eingekauft haben.

Was bedeutet das konkret ?

  • Es kann bedeuten, dass Händler bei internationalen Auktionen, an denen auch wir die Steine unserer Kunden zum Gebot einstellen, niedrigere Gebote abgeben werden, weil sie noch nicht wissen, wohin sich die Bodenbildung bei den Diamantpreisen bewegt. Es kann durchaus einige Monate dauern, bis sich das Preisniveau der Diamantpreise eingependelt hat.
  • Das bedeutet auch niedrigere Preise für Kunden, die innerhalb der letzten 5-8 Jahre gekauft haben. Gekoppelt mit den niedrigeren Preisen für Gold und Platin ergeben sich insgesamt geringere Preise bei gebrauchtem Schmuck.
  • Sollten Sie Preisangebote vor einigen Wochen oder Monaten erhalten haben, empfehlen wir Ihnen, sich eine erneute Schätzung Ihrer Stücke einzuholen.

Wir finden, Sie sollten über Diamantpreise Bescheid wissen

Eines unserer Hauptargumente für den Edelmetall-und Diamanthandel ist Transparenz.  Wir bemühen uns, Ihnen  Schwierigkeiten der Märkte offen darzulegen weil wir Sie nicht enttäuschen wollen.

Mit unser entscheiden Sie gut informiert, wie und zu welchen Bedingungen Sie Ihre Werte verkaufen.

LG Watch gegen Apple Watch – „Vergoldung“ gegen „echtes Gold“

lg-watch-nur-vergoldet

LG Watch gegen Apple Watch

Die LG Watch Urbane Luxe nur vergoldet im Vergleich mit der Apple Watch Edition aus echtem Gold?

Man vergleicht auch keine echte Goldmark mit einem vergoldetem Markstück

Mal im Ernst: Wir bekommen gerade sehr schön vorgeführt, mit welcher Unkenntnis man Waren vergleicht die sich nicht vergleichen lassen. Man vergleicht doch auch keinen Äppelwoi  mit einem Chateau Lafite Rothschild. Wie kann man ernsthaft eine VERGOLDETE Uhr mit einer MASSIV goldenen Uhr vergleichen? Beides sind vollkommen verschiedene Produkte.

LG Watch gegen Apple Watch
Jetzt konnte man überall lesen, dass LG diese „23 kt. heavy plated“ Uhr als Limited Edition anbietet und die von Apple ja soviel teurer sei. Na klar ist sie das. Die ist ja auch tatsächlich aus Gold, während auf der LG Watch eben nur eine Goldschicht plattiert ist. Damit wird nach Ablauf der eingebauten Obsoleszenz die LG Watch ein Stück Müll, während das Goldgehäuse der Apple Watch ein bleibender Wert sein wird. Wie schwer die Gehäuse der beiden Uhren sind, weiss man nicht und deshalb kann man aus gutachterlicher Sicht immer noch keinen „Restwert“ beziffern. Aber die LG Watch als Apple Watch Killer hinzustellen, weil auch aus Gold, dieses Argument zieht eben gerade nicht!

Ein Vergleich LG Watch gegen Apple Watch ist blanker Unsinn, da die beiden Instrumente nicht in der selben Liga spielen.

Interessant ist eigentlich die Software, die auch mit iPhones arbeiten soll. Damit ist ein Besitzer der LG Watch in beiden mobilen Betriebssystemen zuhause und nicht bei Android oder iOS eingesperrt. Das ist der einzige Vorteil dieser Uhr. Dieser Vorteil ist vielleicht dem ein oder anderen User  1.200 US-Dollar wert. Aber die Gehäusefarbe hoffentlich nicht.

Hier die Uhren im Bild:

LG Watch gegen Apple Watch nicht vergleichbar
LG Watch Urbane Luxe, seitliche Ansicht. Vergoldetes Gehäuse, lt. Webseite „23ct. heavy plated“. Die Dicke der Vergoldungsschicht lässt sich bisher nicht bestimmen, liegt aber wahrscheinlich bei wenigen tausendstel Millimetern.
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Frontansicht der LG Watch Urbane Luxe. Die Ansicht des Zifferblattes lässt sich durch die Software bestimmen und harmoniert hier sehr schön mit einer Chronographen-Ansicht.
LG Watch gegen Apple Watch Vergleich
Apple Watch Edition, Goldgehäuse und Armbandschließe aus 18kt. Gold (750)

Wer stellt es alles falsch dar in der Medienlandschaft? Zum Beispiel die Redaktion bei Gold.de – unfassbar für uns. Branchenkenner sollten wirklich eine Vergoldung von echtem Gold unterscheiden können und dementsprechend darauf verzichten, den Preisunterschied darauf herunter zu brechen. TheVerge hat’s vorgemacht und vielleicht wurde einfach abgeschrieben? Gizmodo schreibt’s jedenfalls richtig, aber macht auch den unnötigen Vergleich mit der Apple Watch. ComputerBild macht’s richtig und spart sich den Vergleich. Kein Click-Bait nötig, scheinbar. Bei Cnet wird wenigstens im Artikel korrigiert.

Vielleicht sollte Apple jetzt mal ein vergoldetes Modell herausbringen. Das kostet dann nämlich ungefähr den Preis der normalen Apple Watch Sport und dann hat Apple plötzlich preislich die Nase vorn und allen klappt die Kinnlade runter.

Update am 11.09.2015 – Apple hat jetzt auch vergoldete Modelle seiner Apple Watch Sport-Reihe

Tja, ein paar Stunden später nach der Apple Keynote am 09.09.2015 kann ich schon vermelden, dass es passiert ist. Apple bringt für die Apple Watch Sport, dem Einsteigermodell für ca. 400,00 Euro tatsächlich mit 2 vergoldeten Uhren, in Rosé- oder Gelbgold-Ton. Sie machen aus Konsumentensicht daher alles richtig, da man sich nun wirklich ein sehr persönliches Modell an das Handgelenk binden kann. Und plötzlich hören sich 900 oder 1000 Euro für die LG Watch doch sehr teuer an, nicht wahr?

Die Norddeutsche meint: LG Watch gegen Apple Watch – Keinen Äppelwoi mit gutem Bordeaux vergleichen!

 

Gold aus Afrika – ein raffinierter Betrug

Gold aus Afrika
Gold aus Afrika
„Gold“ aus Afrika

BLOG zu interessanten Gold Themen –

Gold aus Afrika – Schneller Reichtum?

Ein Tatsachenbericht und die Folgen.

Wie erfahrene Kaufleute über das Internet zum Goldimport verleitet wurden.

Das Problem ist allen professionellen Edelmetallunternehmen zur Genüge bekannt. Varianten sind andere ferne Länder, die bekannt sind für Goldvorkommen oder Bezahlungen von im Ausland erbrachten Leistungen durch Gold. Der Einfallsreichtum der Verbrecher ist enorm.  Auch viele Privatleute vermuten zu recht hinter solchen Angeboten eine betrügerische Absicht. Hier schildern wir einen wirklich abgelaufenen Fall vom Anfang bis zum traurigenEnde. Er wurde von erfahrenen Geschäftsleuten an die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt in Norderstedt herangetragen. Regelmäßig erreichen uns ähnliche Anfragen. Opfer sind zumeist Privatleute, aber auch Kaufleute wie in diesem Fall, die im Außenhandel langjährige Erfahrung hatten.

Im diesem Fall geht es um einen Schaden im Bereich von ca. 1 Mio Euro – und den Bankrott zweier Kaufleute.

Ein im Aussenhandel erfahrener Kaufmann aus dem Hamburger Raum wollte im März 2015 Gold aus Afrika einführen und an die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt verkaufen. Da dies als eine oft genutzte Betrugsmasche bekannt ist, bemühte sich unser Unternehmen, dem Hamburger Kaufmann von dieser Transaktion abzuraten.

Bei dieser Art von Anfragen an die Norddeutsche Scheideanstalt geht es immer um „Gold, Doré bars, Doré Ingots, Rohgold oder Goldstaub“ aus dem Ausland, vorzugsweise aus Afrika, Südamerika, Russland, Australien oder anderen fernen Ländern, auch Asien. Die Mengenangaben sind angesichts des Goldpreises beeindruckend: stets geht es um grosse Mengen zwischen  20kg  bis  500kg, oft „pro Monat„…  Schon eine sehr geringe Marge würde bei derartigen Umsätzen hohe Gewinne generieren.

Die Anfragen erfolgen teilweise unter Hinzuziehung von Rechtsanwälten, Notaren oder Steuerberatern. Auch sollen laut Verkäufern oder Papieren sogar gelegentlich bürokratische Repräsentanten in die Exportgeschäfte involviert sein.

Der Hamburger Kaufmann erklärte unseren Metallhändlern nachdrücklich und durch ihre Einwände zunehmend verärgert, alles sei ja nun schon bereits importiert, man solle lediglich die Beprobungen des Materials ausführen. Wenn mit dem Goldstaub alles in Ordnung sei, könne man ja über alles Weitere einmal reden.

Unsere mehrfachen Hinweise, dass es sich hier vermutlich um die sog. „Nigeria Connection“ bzw. eine Variante handele, wurden freundlich wissend zur Kenntnis genommen, aber ignoriert. Der Kaufmann war von sich und seinem Handelsweg überzeugt und meinte, einen dicken Fisch am Haken zu haben. Ihre ausserordentlich guten Kenntnisse im Außenhandel hätten sie sich mit dem Import von Holz aus Russland über Jahrzehnte erworben, was auch kein einfaches Geschäft sei. Ob man nun Holz oder Gold importiere, könne keinen Unterschied ausmachen.

Man argumentierte, es sei ja bereits alles importiert und in „trockenen Tüchern“. Die Menge von 30 kg, um die es hier ging, passe ins Geschäft und bedeutete einen Umsatz von ca. 1 Mio Euro. Mit der Erklärung, das Material sei bereits im Zollaußenbereich in Antwerpen und vom zweiten Geschäftspartner schon angeschaut und für gut befunden, verlieh er seiner Anfrage den entsprechenden Nachdruck.

Jetzt würde nur ein kompetenter Scheidbetrieb benötigt, der die Analysen und den Handel abwickeln könne. Da man in Hamburg arbeite, biete sich der Betrieb der NES an. Vertraglich sei bereits alles mit den afrikanischen Geschäftspartnern geregelt. Durch die Gemeinschaft mit seinem Geschäftspartner sei er sicher und gegen Tricks gewappnet.

Eigentumsnachweise und Zoll-Einfuhrpapiere erhielten wir bei Annahme und Verarbeitung zusammen mit dem Material. Die Beprobung des gelieferten Materials sei der jetzt notwendige Schritt. Er schilderte, dass das Edelmetall in Pulverform in einer recht grossen Kiste in Säcken verpackt sei. Das Material hätte einen Goldgehalt von ca. 95%, der durch unsere Analyse abgesichert werden müsse.

Der weitere Ablauf des Geschäfts sah vor, dass der afrikanische Geschäftspartner bis zur Kaufabwicklung im Zollaußenbereich Antwerpens zusammen mit einer Amtsperson, dem zuständigen Zöllner bleibt, bis alles abgewickelt ist. Sein zweiter deutscher Geschäftspartner verbleibe ebenso im Zollaußenbereich bei der Kiste und bewache sie. Er sagte, sein Kollege würde die Kiste nicht aus den Augen lassen.

Zur NES  sollten nun Proben gebracht werden. Die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt übergab dem Kaufmann dazu ein Probennahmewerkzeug, das gelegentlich zur Entnahme unbekannten Materials aus grösseren Gebinden zur schnellen Vorprobe dient. Er fuhr dann am Montag Nachmittag mit dem Auto nach Antwerpen und kehrte mit der dort gezogenen Probe nach Norderstedt zurück. Er erreichte die NES damit am Dienstag gegen Mittag.

Er hatte ein kleines Papiertütchen bei sich, welches durch die Materialannahme in der NES registriert und eingewogen wurde. Insgesamt brachte er ca. 9 Gramm goldbraunes Metallpulver mit. Es wurde in Gegenwart des Kaufmanns in der Abteilung für Analytik zur Beprobung vorbereitet. Die Probenahme erfolgte durch zwei verschiedene Verfahren. Das Ergebnis war positiv. Das Material enthielt 95,6% Gold, sowie Silber und übliche Verunreinigungen.

Der Kaufmann fühlte sich bestätigt, war erleichtert und zufrieden, ein erfolgreiches Geschäft abzuschließen. Er telefonierte mit seinem Partner in Antwerpen und teilte ihm das gute Ergebnis mit.

Da es sich um mehrere Säcke handelte und er aus 2 der 4 Säcke selbst die Proben genommen hatte, wollte er zur Sicherheit eine weitere Probe vornehmen. Ob hierbei Befürchtungen, Material könne vertauscht werden, eine Rolle spielten, blieb unbekannt. Er brach sofort wieder nach Antwerpen auf.

Am Mittwoch Mittag erschien er erneut mit einer grösseren Probe von ca. 80 Gramm desselben metallischen Pulvers, welches im Unternehmen der NES den gleichen Weg wie die erste Probe nahm. Auch dieses Ergebnis war positiv und lieferte ein ganz ähnliches Feingehaltsergebnis von mehr als 95% an Feingoldinhalt.

Für die Kaufleute stand nun fest, daß das Material in Antwerpen OK sei, es würde gekauft, bezahlt, verzollt und eingeführt werden. Er telefonierte erneut mit seinem Geschäftspartner, der nun die Abwicklung Geschäftes und die Einfuhrverzollung durchführen sollte.
Seine kurze Mitteilung: Das Material würde die NES am Donnerstag erreichen und das Unternehmen sollte es wie vorab besprochen, schmelzen, analysieren, aufarbeiten, kaufen und bezahlen. Die Geschäftsführer der NES erklärten ihm nun, dass das Material ausschliesslich in seiner Gegenwart erfasst, kontrolliert und zur Beprobung geschmolzen werden könne. Nichts liefe ohne seine Gegenwart.

Auf diesem Weg sollte für den Fall abweichender Ergebnisse der mögliche Verdacht ausgeräumt werden, Material könnte im Unternehmen der NES vertauscht oder verändert worden sein. Das war in seinem Interesse und die Mitarbeiter der NES erwarteten seine Lieferung am Donnerstag recht gespannt.

Die Anlieferung „Gold aus Afrika“  erfolgte dann am Donnerstag. Die angelieferte Holzkiste wurde gemeinschaftlich geöffnet und verwogen. Der Inhalt bestand aus vier verschnürten Leinensäcken mit einer schwarzen Kunststoffinnenhülle.

Jedes Säckchen wog ca. 7,5 kg. Das Material erschien auf den ersten Blick optisch gut. Der Kunde stimmte der Schmelze und dem Abguss in zwei große Formen von je 15 kg zu. Während sich die Schmelze von Goldscheidgut eigentlich ohne Geräusche und Rauchentwicklung kontinuierlich und schnell ereignet, fiel hier ein deutliches Knastern mit Rauchentwicklung und dem Aufsteigen weißer Flöckchen auf. Ein Zeichen für starke Zinkbeteiligung.

Der Schmelzmeister erkannte, dass es sich offensichtlich nicht um hochwertigen Goldstaub handelte. Er führte die Schmelze und den Abguss aber zu Ende aus. Der Abguss und die Abkühlphase wurde ruhig abgewartet, obwohl man sichtbar nervös wurde.

Vorproben des angelieferten Pulvers waren nicht mehr ausgeführt worden, da der Kunde eine schnelle Schmelze mit positivem Gesamtergebnis erwartete. Nach dem Abguss war den anwesenden Fachleuten sofort klar, daß es sich nicht um Gold handelte. Das Volumen passte nicht zum Gewicht und das äußere Bild des Gusses machte den Eindruck von Messing. Die Analytik bestätigte die Vermutung. Es handelte sich um eine reine Messinglegierung ohne den geringsten Goldanteil.  Soweit zum Gold aus Afrika…

Nun wurde man bleich und panisch. Man  konnte es nicht fassen, es war nicht vorstellbar, die Beprobungen aus den Säcken, die er eigenhändig gezogen hatte, waren doch einwandfrei ausgefallen. Man fühlte sich wie durch einen unverständlichen Zaubertrick betrogen.

An welcher Stelle der „betrügerische Zaubertrick“ abgelaufen war, war im Moment noch unverständlich, da doch das Objekt angeblich permanent überwacht wurde. Für beide brach eine Welt zusammen, denn sie hatten ihr gesamtes Vermögen in diese Transaktion verbracht.

Nach dem niederschmetternden Ergebnis waren die Mitarbeiter der NES froh, immer wieder geraten zu haben, dieses Vorhaben unbedingt zu unterlassen.

Auch war die Bedingung der NES, keinen Arbeitsschritt ohne die Gegenwart des Lieferanten vorzunehmen, im Nachhinein die einzig richtige Vorgehensweise. So konnten alle Suchen nach anderen Fehlerursachen von vornherein vermieden werden, was bei dem hohen finanziellen Schaden, den die beiden Kaufleute nun tragen mussten, vielleicht aus Verzweiflung erfolgt wäre.

An welcher Stelle lief aber der Betrug ab? Die Bewachung schien ja durchgängig gesichert, die Probennahme erfolgte auch als Querschnitt des Inhaltes.

Folgende Erklärung erscheint als die einzig mögliche und sicher wahrscheinliche:

Der afrikanische Lieferant verblieb angeblich zusammen mit dem Zöllner und dem 2. Geschäftsparter permanent bei dieser ominösen Kiste. Da sich die Bewachung aber über mehrere Tage hinzog, stellte die Geschäftsleitung ihm die Frage, ob sein Partner denn nie zum WC gemusst habe.

Die ernüchternde Antwort: Man hatte sich abgewechselt, man sei schon gelegentlich zum WC gegangen, aber der Zöllner habe ja aufgepasst!

Es muss wie beim Hütchenspiel gewesen sein. Der als unbeteiligt und neutral vermutete Zöllner kann nicht völlig unbeteiligt gewesen sein.

Lösung des Rätsels:

Der afrikanische Lieferant hatte 2 Kisten. Er hatte den Zöllner davon überzeugt, gegen, nennen wir es „eine angemessene Entschädigung“, beim WC-Besuch des deutschen Geschäftsmannes nicht so aufmerksam zu sein. In irgendeiner kurzen Zeit der Abwesenheit wurde die Kiste gegen eine identische mit anderem Inhalt vertauscht. Dieser banale Ablauf mit enormem Schaden traf zwei Kaufleute, die sicher waren, alle Risiken des Geschäfts im Griff zu haben.

Als Warnung muss gelten:

Betrüger sind schlau und rechnen mit Schwierigkeiten. Es muss nicht immer genau so ablaufen wie in diesem Falle. Auch Varianten sind denkbar. Finger weg vom Goldimport….

 

Vergoldete Materialien auf Ebay angeboten

Elektronikschrott-Messing

Vergoldete Materialien

Geschmolzener Elektronik-Schrott aus alten PCs auf Ebay angeboten:

Wir warnen ausdrücklich davor, bei Ebay kleine Schmelzstücke oder kleine Barren aus vergoldeten Kontakten, PC-Bauteilen, Elektronik-Bauteilen, etc. zu kaufen. Der oben sichtbare Barren enthält kein messbar verwertbares Gold, obwohl er hübsch goldig aussieht. Vergoldete Materialien aus der Elektronik zeigen oft negative Ergebnisse. Wie unten beschrieben, sind nur wenige Mikrogramm Gold auf elektronischen Bauteilen aufgebracht. Diese können in kleinen Mengen nicht wirtschaftlich ausgearbeitet werden. Erst recht arbeitet man dann nicht mit einer Schmelze zu Barren. Häufiger kommen jedoch Kunden zu uns, die solche Barren aus dubiosen Quellen gekauft haben und diesen einen Wert beimessen. Dieser abgebildete Barren ist aus einer Messing-Legierung und wurde über eine Bohrung bis in den Kern beprobt. Es ergab sich kein Edelmetall-Inhalt: kein Gold, kein Silber, kein Palladium oder womöglich sogar Platin, wie es manchmal beworben wird. Bitte lassen Sie sich nicht mit solchen Angeboten herein legen!

Vergoldete Materialien:

Wissenswertes über Vergoldungen auf unedlen Grundmetallen

E-Schrott wertlos
E-Schrott wertlos

Der Glanz von Gold wird seit Jahrtausenden begehrt. Vergoldungen werden aber nicht nur angebracht, um Gegenstände zu verschönern. Sie haben auch vielfältige Funktionen, die sinnvolle Produkteigenschaften hinzufügen. Goldschichten aus der Vergoldung sind mit 0,05 – 0,25 µm außer­ordentlich dünn und damit kostensparend, entsprechen aber einem Goldfarb-Überzug, der die volle optische Wirkung des Goldes erreicht. Es gibt keine beschreibende DIN-Norm für Vergoldungen. Die Dicke ist daher immer herstellerbedingt bzw. nach eigenen Werksnormen definiert.

Vergoldete Materialien können ein Recycling lohnen, wenn es sich um sogenannte „Hartgoldschichten“ handelt. Sie sind mit etwas Eisen legiert (unter 1%), wodurch die Beschichtung an Härte gewinnt. Hartgoldschichten lassen sich optisch kaum von Feingoldüberzügen unterscheiden, aber in we­sentlich größeren Dicken abscheiden. Den Vergoldungsverfahren ist immer gemeinsam, dass die Goldüberzüge nicht anlaufen und gegen Säuren, Laugen oder Salze resistent sind. Hartvergoldungen haben darüber hinaus eine bessere Verschleißbeständigkeit. Immer wird diese Beständigkeit verbessert, wenn die Schichtdicke erhöht wird. Goldüberzüge werden zumeist auf einer Nickelschicht galvanisch abge­schieden. Bei technischen Anwendungen dient das Nickel in etwa 2 – 4 µm Stärke (also ca. 40x dicker als die Goldschicht) als sog. Diffusionssperre, um ein Eindringen des Goldes in das Grundmaterial zu verhindern. Bei dekorativen Bauteilen wird der Nickelunterbau in weit höherer Dicke aufgebracht, da so im wesentlichen der Glanz des Schichtsystems erzeugt wird. Durch diese Schicht an Nickel ergeben sich in der Regel ausschließlich nass-chemische Aufarbeitungswege, die mit hohen Liefermengen einhergehen. Die NES arbeitet Vergoldungen auf, wenn Liefermengen von mind. 400-500 kg erreicht sind und sortenrein angeliefert werden kann.

Beispiele für Vergoldungen sind:

  • Sanitärarmaturen,
  • Bestecke,
  • Schmuckstücke,
  • Uhren,
  • elektrische Bauteile wie Steckkontakte,
  • generell auch Werkstücke, die korrosiven Bedingungen ausgesetzt sind oder mechanischen Beanspruchungen standhalten müssen

Die verbesserten Eigenschaften durch die Vergoldung ergeben sich durch die Anlaufbeständigkeit, das dekorative satt-gelbe Aussehen, eine sehr gute chemische Beständigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Auch Lötarbeiten lassen sich an vergoldeten Gegenständen sehr gut durchführen. Bei Feingoldbeschichtungen ist auch das Bonden als Verbindungstechnik sehr gut möglich. Die Wärme- und die elektrische Leitfähigkeit von Gold tritt etwas hinter der von Silber zurück, gehört aber zu den höchsten der Metalle und ist ebenfalls eine gewünschte Eigenschaft.

Update 27.08.2015: Immer wieder Einsendungen von Schmelzstücken aus vergoldeten Pins oder anderen Elektronikschrotten

Uns erreichen leider immer wieder diese Einsendungen mit Schmelzstücken aus vergoldeten Pins oder anderen Elektronikschrotten. Mehrmals in der Woche kommen solche Stücke bei uns an. Wenn Sie selbst unsicher sind, ob Sie edelmetallhaltiges Material haben, dann können Sie sich gern im Vorwege telefonisch erkundigen. Rufen Sie uns einfach an!

Angeblich vergoldete Materialien oft wertlos trotz hübschen AussehensIm Bild ein Beispiel aus Österreich, bei Ebay gekauft. Auch in diesen wunderschön golden aussehenden Schmelzperlen und Schmelzstücken verbirgt sich leider kein Gold. Es handelt sich stattdessen um eine Kupfer-Zink-Legierung mit kleinen Restanteilen an Zinn. Der Kunde hat sich dieses Material übrigens zurück erbeten und wird es nun selbst bei Ebay feilbieten… Er meint, irgendjemand wird es schon kaufen. Leider hat er recht.

Altgoldankauf zum Boersenpreis – ein nicht erfüllbarer Wunsch

Aktueller Goldpreis Historische Preisentwicklung

Altgoldankauf zum Boersenpreis

Lesen Sie hier, wie sich tatsächlich die Preise im Geschäft mit Altgold, Zahngold und Münzen verhalten und weshalb es so große Unsicherheiten beim Verkauf von Altgold an den Goldankauf gibt.

Der berühmte „Börsenpreis“ als Feingold-Preis: Es gibt ihn praktisch nicht, er wird nicht gezahlt, jedenfalls nicht in der Regel. Warum nicht?
Kein Goldhändler oder Goldaufkäufer kann ihn selbst erhalten.

Ein „fester Preis“, nach dem sich  Kunden richten könnten, wenn es ihn denn gäbe, könnte vielleicht dem Börsenpreis entsprechen. Nur arbeiten Börsenhändler bekanntermaßen leider nicht ohne Handelsgebühren. Und nicht nur das – die Gestaltung veröffentlichter Goldpreise ist eine wesentlich kompliziertere Sache. Hier haben nur ganz wenige und nur bestimmte Marktteilnehmer Zugriff.

Altgoldankauf zum Boersenpreis welcher Goldbesitzer möchte das nicht.

Gold wird zwar an der Rohstoff-Börse gehandelt und für Interessierte ist daher der Londoner Fixing Preis, der sich 2x am Tag ändert, das Maß der Dinge.  Aber auch hier gilt:

Tatsächlich erhalten können diesen Preis aber nur wenige Institutionen:  Staaten,  Großbanken, sehr große Unternehmen, die Tonnen an Gold handeln. Ferner gibt es weiterhin verschiedene Rohstoff-Börsen, an denen sich der Goldpreis bildet. Dort werden ausschließlich Handelsgrößen von mehr als 2000 Feinunzen pro Geschäft (62,2kg) berücksichtigt.

Außerdem gibt es 2 Preise: den Ankaufspreis und den Verkaufspreis – für das selbe Gold, versteht sich. Soviel zum sogenannten Spot-Preis, dem Spread und der Zugriffsmöglichkeit zu den in Zeitungen und Börsentickern veröffentlichten Börsenpreisen für Gold.

Der Goldpreis der Börse ist daher nur mittelbar relevant für Privatmenschen, die Goldschmuck beim Goldankauf anbieten und zum besten Goldpreis verkaufen möchten. Man kann sich aber zumindest die schönen Kurvenverläufe über die Zeit ansehen und davon ausgehen, dass sich auch der Altgold-Preis in Abhängigkeit von diesen Preisen verändert. Aber den tatsächlich ausgewiesenen Börsen-Preis für verkaufte oder gekaufte Metalle können Kunden nicht erziehlen.

Zwischengeschaltet bleiben stets Institutionen, Börsenhändler,  Scheideanstalten und letzlich auch die Kleinhändler und Goldaufkäufer. Je weiter sich der Kunde der Handelsperipherie nähert, desto stärker wirken die Margenabzüge.

Wofür gilt der aktuelle Goldpreis dann überhaupt?

Für Grosshändler, die sehr grosse Mengen an Gold handeln. Dies sind die oben benannten institutionellen Händler.  Die Handelspreise gelten auch für sie nur für  handelsfähige Goldbarren oder Goldmünzen!

Die in Deutschland gebräuchlichen Goldbarren sind fast hauptsächlich vom Großkonzern Umicore und von der Heraeus – die beiden Unternehmen, die in Deutschland handelsfähige Feingold-Barren herstellen dürfen.

Die alte „Degussa“ ist heute nur noch eine Hülle. Der Name „Degussa“ wurde verkauft und heute steht der Name für einen Goldhändler wie viele andere, der seine Barren von fremden Herstellern prägen lässt, da er die Herstelllizenz nicht hat.

Die produzierende Edelmetallindustrie der ehemaligen Degussa gehört heutzutage zum belgischen Konzern Umicore.

Aber auch kleinere deutsche oder unbekanntere ausländische Erzeuger dürfen Edelmetallbarren erzeugen und verkaufen.

Gleich wie die Goldbarren werden die sogenannten Bullion-Goldmünzen gehandlt. „Bullion“ bedeutet, daß diese Stücke genauso wie Barren fungieren.
Hierzu gehören z.B.

  • der kanadische Maple Leaf, an seinem Ahorn-Blatt zu erkennen
  • der australische Nugget, mit einem Känguruh auf einer Seite und Queen Elisabeth II. auf der anderen
  • der Krügerrand (91,6% oder 22K Gold), mit einem Springbock auf der Seite
  • der Philharmoniker aus Österreich, die beliebteste Anlagemünze in Europa
  • der American Eagle (91,6% oder 22K) aus den USA, mit dem Adler als Wappentier und der Lady Liberty auf der anderen Seite
  • der chinesische Panda, mit dem Bambusliebhaber als Münzmotiv

(unvollständige Liste)

Wieso bekommt der Privatkunde aber dann bei seiner Bank nicht den Börsenpreis ?

Hier greifen ebenfalls die Handelsmargen der Banken. Die meisten Hausbanken nehmen Gold gar nicht an, oder nehmen es an, müssen es andernorts prüfen lassen und verkaufen es dann weiter: mit dem Effekt, dass nicht der aktuelle Goldpreis gezahlt wird, sondern der Goldpreis abzüglich der Inzahlungnahme-Gebühren, wenn die Bank das Goldstück an die Landesbank weitergegeben hat – das kann durchaus 14 Tage weiter in der Zukunft liegen. Jeder Edelmetallhändler oder jede Bank nimmt Feingold nur herein, wenn etwas verdient werden kann. Als Kunde spüren Sie dies am niedrigeren Ankaufspreis. Bei Feingold liegt dieser Anteil je nach Umsatz- bzw. Barrengröße bei 1-3% – immerhin genauso wenig oder sogar weniger als bei Rückkäufen von z.B. Fondsanteilen oder anderen Geldanlageprodukten.

Auch in der Scheideanstalt kann man Pech mit seinem Feingold haben: Wenn nämlich das Feingold-Stück, das man anbietet, z.B. durch Gewichtsfehler, Beprobungsschäden oder Formschäden nicht mehr handelsfähig ist und weiteren Käufern nicht mehr angeboten werden kann. Dann muss es geschmolzen und wieder in handelsfähigen Zustand gebracht werden. Dann wird der Schmelzgold-Preis zugrundegelegt.

Handelsfähig oder nicht?

Nicht nur die Herkunft wird bewertet. Der Zustand einer Münze oder eines Barrens ist ebenfalls von Bedeutung: Münzen, die eingefasst als Schmuckstück getragen wurden, sind generell nicht mehr handelsfähig! Schon kleinste Abdrücke am Münzrand oder in der Platte führen zu einer Abwertung. Beim Barren ist es u.a. bedeutungsvoll, ob nachträgliche Gravuren angebracht wurden: Ein Namenszug oder Geburtsdatum vollzieht hier ebenfalls den Wandel von Anlage-Gold zum Scheidgut. Hier ist die eigene Umsicht gefragt: Könnte man das Goldstück problemlos dem nächsten Kunden verkaufen?

Deshalb gilt:

  • Für die Geldanlage immer nur handelbare Goldbarren oder Silberbarren verwenden
  • Die angebrachten Punzierungen und Stempel nicht manipulieren
  • Die Barren oder Münzen nicht auspacken, sondern möglichst in Folie oder Kapsel belassen

Altgoldankauf zum Boersenpreis – Welcher Goldpreis wird für Altgold bezahlt?

Und was ist nun mit Schmuckgold oder Zahngold? Diese sind immer Scheidgut: sie bestehen nicht aus Feingold, sondern sind Goldlegierungen mit verschiedenen anderen Metallen. Solches Altgold muss immer kostenintensiv aufgearbeitet werden. Daher gilt der “Feingold-Preis” in diesem Sinne gar nicht, sondern es wird ein Preis angesetzt, der entweder Scheidkosten und Risiko-Abschläge beinhaltet oder bereits mit diesen Abschlägen auf die vermuteten Feingehalte an Gold heruntergerechnet wurde. Also wird für 333er, 585er und 750er Gold ein jeweils reduzierter Preis genannt, für Zahngold werden oft pauschal 30-60% Goldgehalt angenommen. (Stets ein grober und unzulässiger Fehler)

Der beste Goldpreis für den Privatkunden entsteht durch 2 Punkte:

  • eine korrekte Bewertung des Materials beim Verkauf  (ohne Falschbeurteilungen, ohne Messfehler)
  • ein hoher Goldankaufspreis mit geringen Abzügen vom Börsenpreis

Dafür kommen eigentlich nur Scheideanstalten in Frage. Meist werden beim Goldankauf z.B. Zahngold und Schmuck aus Goldschmiedearbeiten falsch, also zu Ungunsten des Privatkunden bewertet. Diese Gold-Materialien können nämlich nicht mit den einfachen Säureprüfungen untersucht werden.

Mit solchem Gold, also aus Altgold, Schmuckgold, Zahngold, Bruchgold, etc. – ist man als Privatmensch daher wieder am besten in einer Scheideanstalt wie der NES aufgehoben. Dort erzielt man dann einen korrekten Marktpreis für seine Edelmetalle, der dem aktuellen Wert entspricht, aber man muss sich diesen nicht noch mit einem Goldankäufer teilen. Und man genießt die Sicherheit der richtigen Bewertung seiner Edelmetalle.

In einer Scheideanstalt wird präzise nach dem ermittelten Feingehalt an Gold abrechnet und nicht nach Stempel-Untersuchung und/oder Säureprüfung. Diese ungenauen Messmethoden langen einer Scheideanstalt nicht aus und daher wird jeder geschmolzene Ankauf von Kunden gesondert mit industrieller Messmethodik untersucht. Wer einen solchen Ankaufsweg wählt, vermeidet damit eine Menge Unsicherheiten und Betrugsmöglichkeiten beim Goldankauf.

Der Altgoldankauf zum Boersenpreis ist also ein nicht erfüllbarer Wunsch. Händlern oder Ankäufern die dies vorspiegeln, sollte man sich nur vorsichtig nähern.

 

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Edelmetall Recycling ist aktiver UmweltschutzPlatinhaltiges Material

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Altgold, Bruchgold und auch Zahngold enthält recycelbare Edelmetalle. Eine Rückgewinnung lohnt sich: auch für Privatleute! Solche Metallreste gehen den Weg in eine Scheideanstalt, die aus den verschiedenen Legierungen mit unedlen Metallen die Edelmetalle wieder herauslöst und zu Feinmetallen weiter verarbeitet.

edelmetall-gekraetz
edelmetall-gekraetz

Die Gewinnung solcher Feinmetalle durch das Edelmetall-Recycling  ist aktiver Umweltschutz, an dem die Kunden von  Scheideanstalten direkten Anteil haben: Jedes Gramm Edelmetall, das in einer Scheideanstalt wieder dem Wertkreislauf zugeführt wird, bringt einen direkten Nutzen für die Umwelt. Denn eine Förderung aus den Minen dieser Welt bedingt einen enorm hohen Preis für die Umwelt und die Menschen in den Ländern, wo nach diesen wertvollen Metallen geschürft wird. Pro Gramm Gold z.B. wird ca. 1 Tonne Erde bewegt, also herausgerissen, zerkleinert, mit Zyanid oder Quecksilber gelöst und anschliessend abgelagert. Dabei entsteht nicht nur giftiger Abraum, sondern auch Gesundheitsschäden bei den dort lebenden Menschen.

Schmuckhersteller und andere Edelmetall-Verbraucher aus der Industrie kaufen zum börsennahen Preis das Rohmaterial von Scheideanstalten an und können auf diese Weise den Raubbau an der Natur reduzieren. Es gibt inzwischen sogar Schmuckhersteller, die ganz auf Edelmetalle aus Recycling setzen und damit ein besonderes Bewusstsein für unsere Erde und die Wertkreisläufe zeigen.

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Edelmetall Recycling ist aktiver Umweltschutz Platinhaltiges Material
Platinhaltiges Material

Auch als Verbraucher oder Privatverkäufer kann man sich entscheiden, ungetragenen Schmuck, Altgold, Zahngold oder auch ungenutztes Tafelsilber zurück in den Kreislauf zu geben. Nicht nur Notsituationen, in denen man auf das Geld aus so einem Verkauf angewiesen ist, sondern auch die Idee der Wiederverwertung kann Grund für den Verkauf von Privat sein: Solches Rohmaterial zu liefern für neue, schöne Dinge, deren Herstellung nicht auf den Raubbau an der Natur angewiesen ist. Das ist fast so wie das Wegtragen der Glasflaschen und Blechdosen zum Sammelcontainer, nur daß man auch als Privatmensch am Erlös aus den Rohstoffen beteiligt wird. Und das ist eine schöne Belohnung einer guten, umweltbewussten Tat.

 

Das gleiche Prinzip gilt bei der NES übrigens auch für Diamanten: Auch Diamanten aus altem, ungeliebten Schmuck lassen sich reinigen, aufpolieren und wiederverwenden. Teilweise lohnt sich auch ein Umschleifen. Bisher ist die Recyclingquote von Diamanten sehr gering. Sie liegt bei ca. 5% des Gesamtaufkommens pro Jahr. Die Umweltzerstörungen durch die Minenbetriebe sind aber ganz ähnlich. Auch hier werden Verbraucher immer kritischer und hinterfragen die Herkunft ihrer Schmuckstücke. Das hat dazu geführt, dass der sogenannte Kimberly-Prozess den Zugang zum Diamantenmarkt regeln soll. Es ist sicher ein gutes Gefühl, einen „gebrauchten“ Stein aus ethisch einwandfreier Herkunft zu tragen, als womöglich ein Kartell von Bürgerkriegsgewinnlern und Milizbaronen bei Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen. Aber auch Recycling-Diamanten erfüllen die Voraussetzungen für den ethischen Handel mit den wertvollen Steinchen. Wir arbeiten daran, diesen Anteil weiter auszubauen.

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Kleine Diamanten – Welchen Wert haben kleine Steine im Schmuck?

Lose Diamanten

Kleine Diamanten - welchen Wert haben sie?Kleine Diamanten – Welchen Wert haben kleine Steine im Schmuck?

Wir haben diese Frage über unser Kontaktformular erhalten:

„Ich habe eine Frage, wie es sich mit Ringen verhält, in die Diamanten eingearbeitet sind bzw. handelt es sich um einen sehr kleinen, den einer meiner Ringe aufweist.
Kann man diesen dennoch einschicken oder bekommt man den Diamanten nur ab einer bestimmten Größe vergütet ?
Wenn ich messe komme ich bei dem einen Ring auf genau 1mm und bei dem anderen auf minimal über 1 mm !
Frage für den Fall wäre dann noch bekommt man überhaupt irgendwo etwas für so kleine Diamanten oder macht es dann einfach mehr Sinn ihn komplett an Sie abzugeben ?
Danke für Ihre Auskunft und schöne Grüße…“

Unsere Anwort hierauf:

Sehr geehrte Frau …,

Ihre Steine haben einen kleineren Wert, als die erbrachte Arbeitsleistung des Goldschmiedes, der sie in den Ring einsetzte.

Beim Brillantschliff kann man vom Durchmesser auf das Gewicht schliessen, sodass Ihre Steine bei 0,01 – 0,02 ct. liegen sollten. Diese Steine werden als Milléware mit Preisen von unter 5,00 Euro pro Stück gehandelt. Vergleicht man Gold- und Diamantgewicht miteinander, haben geschliffene Diamanten je nach Größe einen Wert, der den des Goldes um ein vielfaches  übersteigen kann.

Die Preise für  Diamanten steigen exponentiell, je größer und makelloser der Stein ist. Große Steine haben schnell einen Wert, der weit über dem Wert des verwendeten Metalls liegt. Bei einer Materialverwertung wird nach dem vorhandenen Gewicht abgerechnet. Preise für kleine Diamanten liegen in einem kleinen Rahmen.

Selbstverständlich werden auch solche Steine, wenn gewünscht, bei uns in der Vergütung berücksichtigt, sofern sie einen erneuten Handelswert erwarten lassen. Der von Ihnen angefragte Handelswert erscheint allein aufgrund der benannten Steingrössen als gering.

Ich würde mich freuen, wenn Sie diese Auskunft nicht zu sehr enttäuscht. Allerdings bieten wir für Steine ohne relevanten Handelswert immer an, sie unseren Kunden wieder zurückzuliefern. Sie lassen sich vielleicht bei einem anderen Schmuckstück nochmals verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Torbeck
Sachverständige für Edelmetall-Analytik – Diamant-Gutachterin

„Sehr geehrte Frau Torbeck

vielen Dank erstmal für Ihre wirklich sehr ausführliche Antwort.
Also verstehe ich das richtig,das sie eigentlich eher empfehlen würden,die Steine selbst zu behalten,um sie evtl.später nochmals zu nutzen?
Die Ankaufswerte der sehr kleinen Grösse sind ja gering,aber wenn ich sie behalte,haben  sie dann einen sehr viel größeren Wert?
( bzw wenn ich ein Schmuckstück planen würde und einen Stein in der Grösse einsetzen möchte,was zahlt man dann in etwa dafür ? )
Fällt für das raustrennen aus einem Schmuckstück noch eine Gebühr zusätzlich an ?
Vielen Dank für Ihre Mühe und schöne Grüße aus …,“

Sehr geehrte Frau …,

immer, wenn Sie Steine neu kaufen wollen, treffen Sie die vollen Handelsmargen zuzügl. MwSt.
Diamanten sind, anders als Feingold zur Geldanlage, ein Einzelhandelsgut, das mit den üblichen Aufschlägen von 150-300% oder sogar weit darüber gehandelt wird. Kommen sehr kleine Größen in den Verkauf, sind diese also überproportional teurer. Ein Stein von 0,05ct. kostet so ohne Weiteres einzeln verpackt, zertifiziert und versendet um die 80-100 Euro im Einzelhandel.

Das ist das gleiche Prinzip wie bei Mehl oder Zucker. Wenn Sie als Bäckerei 2 Tonnen Mehl bestellen, erwarten Sie einen anderen Preis als für 500g im Supermarkt. Deshalb ist es in jedem Fall günstiger, die Steine zu behalten, wenn Sie eine Idee haben, was damit noch gemacht werden soll. Gerade bei Diamant kann ein Reparatur-Stein in einem anderen Schmuckstück nötig sein oder zusätzlich damit verziert werden. Was Sie haben, müssen Sie nicht kaufen. Achten Sie nur darauf, einen Goldschmied zu beauftragen. Ein Juwelier kann so etwas nicht.

Wenn Sie keine Verwendung dafür haben, können Sie die Steine natürlich auch vergüten lassen. Alle Möglichkeiten sind Ihnen überlassen. Die Entfassungsgebühr beträgt für 200g Schmuck insgesamt 10,00 Euro. Das sind die Steine immer wert, falls Sie sie verwenden wollen. Wenn Sie schon wissen, dass Sie vermutlich keinen Goldschmied mit einem neuen Schmuckstück beauftragen werden, dann erhalten Sie den Ankaufswert der Diamanten zuzüglich des Goldwertes vergütet.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Torbeck
Sachverständige für Edelmetall-Analytik – Diamant-Gutachterin

Achtung Zahnarztpraxen – Betrügerische Aufkäufer unterwegs!

Betruegerunterwegs

Achtung Zahnarztpraxen – Betrügerische Aufkäufer unterwegs!

Gerade bekommen wir von einer Praxis die Mitteilung, dass sich ein angeblicher Mitarbeiter unserer Firma „Aurum Edelmetalle und Recycling GmbH“ telefonisch in der Praxis gemeldet hat. Er sei sowieso gerade in der Nähe und könne das vorhandene Zahngold mitnehmen, zur Aufarbeitung…

Die Zahnarztpraxis kennt unser Unternehmen gut und schaltete richtig.  Die Nachfrage bei uns bestätigte die Vermutung des Zahnarztes – ein Betrugsversuch!

Sehr geehrte Praxisteams!

Wir senden niemals unaufgefordert Mitarbeiter zu Ihnen, die ohne Ihren Auftrag Material bei Ihnen abholen sollen! Wenn sich bei Ihnen Mitarbeiter bekannter Unternehmen wie Aurum Edelmetalle u.R. GmbH oder der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt GmbH vorstellen, dürfen Sie davon ausgehen, dass Betrüger mit einer Variante des „Enkeltricks” versuchen, Sie hinters Licht zu führen.

Keine Mitgabe wertvoller Edelmetallscheidgüter an reisende Aufkäufer!  Wenn diese vorgeben, im Auftrag der Fa. XY zu kommen, rufen Sie dort an und fragen nach.

Bitte geben Sie solchen Menschen kein Material in die Hand. Es wird ganz sicher nicht korrekt mit Ihnen abgerechnet, sondern verschwindet in zweifelhaften Kanälen. Auch wenn gleich pauschal Geld gezahlt wird ist Vorsicht geboten. Pauschalankäufe sind immer extrem zu Ihrem Nachteil kalkuliert.  Vielleicht prüft der Besucher auch nur, ob Zahngold oder ein Praxislabor vorhanden ist,  um zu einem späteren Zeitpunkt zum Einbruch oder Raub zurück zu kehren!

Wir  haben den betreffenden Fall der Kriminalpolizei gemeldet, da das hier angewendete Verfahren sicher dem Betrug zuzurechnen ist. Für welches  „Unternehmen“ der angebliche Mitarbeiter tätig ist, wird zur Zeit geklärt.

VARIANTE 2

Eine weitere Masche unseriöser Goldaufkäufer läuft folgendermassen: Die Chefs der Drücker beauftragen gleich ein Kurier-Unternehmen, das eine Abholung vornehmen soll, von der Sie nichts wissen. Die Praxismitarbeiterin wird quasi von den „scheinbar abgesprochenen Fakten“ und dem in Eile drückenden Versandboten überrascht und gedrängt, schnell das angeblich vom Chef zur Abholung beauftragte vorhandene Zahngold einzupacken und mitzugeben. Das funktioniert wohl häufig. Damit ist es dann um die wahren Werte des Materials geschehen. Gutgläubige Zahnarztassisteninnen fallen darauf herein, weil der oder die Kurier-Fahrer/in darauf bestehen, doch einen gültigen Auftrag zu haben.

Auch dies läuft wohl erfolgreich:  Der/die Kurierfahrer/in droht, dass man zur Abholung beauftragt sei und dafür ein Paket erhalten müsse. Nach Abweisung kommt der/die Bote/in sogar nochmals in die Praxis zurück, um der Praxis-Mitarbeiterin ein Handy zum Gespräch mit dem angeblichen Auftraggeber zu übergeben. Der angebliche Auftraggeber besteht dann telefonisch nachdrücklich auf Einhaltung der Abholbeauftragung, das Material müsse nun mitgegeben werden, sonst würden die Kosten in Rechnung gestellt….

Warum kaufen so viele Menschen Gold ?

warum kaufen so viele Menschen Gold Goldbarrenstapel liegend
warum kaufen so viele Menschen Gold Goldbarrenstapel liegend
Goldbarrenstapel liegend

Warum kaufen so viele Menschen Gold ?

Diese Frage begegnet uns bei vielen Kunden, die zum Erwerb von  Anlagegold zur NES – Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt kommen.

Viele Kunden bevorzugen bei einem Kauf gern anonyme Tafelgeschäfte gegenüber einer personalisierten Auftragsabwicklung.  Das Gold ist als einziges Edelmetall, wenn es bestimmte Voraussetzungen erfüllt, von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Das Vertrauen in unser Währungssystem erscheint teilweise stark erschüttert.

Das Gold bildet durch seine Beschaffenheit und Seltenheit, sowie die weltweit gleichermassen hochgeschätzte Bewertung einen starken Indikator in Zeiten, in denen sich Menschen sicher fühlen — oder eben nicht. Das klassische Anlagemetall Gold wird von sehr vielen Menschen emotional sehr stark mit „Sicherheit“, „Reserve“, „Notfall“  oder „Tauschwert“ für im Ausnahmezustand benötigte Waren, wie eine Wurst,  ein halbes Schwein oder sonstige Tauschgüter und Dienstleistungen jeglicher Art assoziiert. Die Furcht reicht in alle Altersschichten unserer Bevölkerung, bei sehr gut situierten Käufern ebenso, wie bei Menschen mit geringen Einkommen. Es unterscheiden sich nur die Mengen des zum Vorrat eingekauften Edelmetalls.


Warum kaufen so viele Menschen Gold?
Ist es eine gefühlte oder eine begründbare Unsicherheit –

Ob sie nur gefühlt ist oder sich mittel- und langfristig bestätigt, weiß niemand. Leider zeigen messbare Indikatoren aber nur in eine Richtung.  Mit der Einführung des Euro wurde in Deutschland mit der DM eine der stärksten Weltwährungen abgeschafft. Man erkaufte sich die europäische Einigung und die Zusammenführung Ost-und West-Deutschlands mit der Hoffnung, eine neue Währung bei Einhaltung bestimmter  Gesetze genauso stabil halten zu können, wie die damalige DM-Währung. Das „No Bail Out„, welches die Haftung für Schulden anderer Euromitgliedsstaaten ausschloss, ist Makulatur, es interessiert niemanden mehr, und war doch ein wichtiger Sicherungsanker, der Vertrauen in die Währung mitbegründen sollte. Die Mark- zu Euro-Umstellung war in Wirklichkeit eine Umstellung 1 zu 1  und damit eine enorme Entwertung unserer Kaufkraft. Es war eine Blitzinflation. Gehälter wurden nicht angepasst, die Preise für Verbrauchsgüter und Lifestyle galloppierten davon. Heute kostet ein Restaurantessen in Euro deutlich mehr, als es bei der Einführung des Euro in DM gekostet hat. Der Verbraucherindex, der beruhigen sollte, spiegelte nie die erlebte Wirklichkeit wider. Die wirtschaftliche  Leistungsstärke Deutschands kompensierte allerdings Vieles was in anderen Euroländern deutlich spübarer ist.

Warum kaufen so viele Menschen Gold

Die Griechenland Dauer-Krise zeigt den Menschen, daß die Euro-Sicherungs-Vereinbarungen nichts wert sind. Es regiert das „Prinzip Hoffnung“.

Man übertrage den momentanen Status Griechenlands auf einen verschuldeten Bürger und seine Bank. Den Verlauf und das Handling des Griechenland Desasters registrieren die Menschen sehr genau und vergleichen es mit ihrer eigenen Situation. Die Griechenland-Krise verdeutlicht uns  jeden Tag aufs Neue, welche Gefahren darin lauern, Staaten in die EU aufzunehmen, die kein Interesse an der europäischen Idee, dem Gemeinwohl und der europäischen Einheit haben, sondern nur an den Vorteilen des wirtschaflichen Verbundes teilhaben wollen. Schaut man sich heute rückblickend die lange Zeit sehr wohlwollende Position Deutschlands zur Aufnahme der Türkei in die Euro Währungsgruppe an, muß man froh sein daß dies ersteinmal nicht ansteht.

 

Warum kaufen so viele Menschen Gold?