„In Gold we Trust“: Goldpreis bei 5.000 Dollar?

 

in Gold we TrustGoldpreis bei 5.000 US-Dollar? Für zwei Fondsmanager nicht unmöglich. Das geht aus dem diesjährigen „In Gold we Trust“-Report hervor.

Diesjähriger „In Gold we Trust“-Report vorgestellt

Anfang Juni präsentierten die beiden Fondsmanager Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek vom liechtensteinischen Vermögensverwalter Incrementum AG ihren alljährlichen Report. Wie beliebt und etabliert dieser ist, zeigt die Anzahl von über 1,5 Millionen Downloads im vergangenen Jahr.

In zwölf Kapiteln nehmen die beiden Analysten auf 180 Seiten die Faktoren auseinander, die den Goldpreis beeinflussen, erörtern die Entwicklung von Gold und kreieren verschiedene realitätsnahe Szenarien, wodurch der Goldpreis wachsen oder fallen könnte. Auch beinhaltet der diesjährige „In Gold we Trust“-Report ein Exklusiv-Interview mit Dr. Judy Shelton, einer Wirtschaftsberaterin von Donald Trump, die sich für eine Wiedereinführung einer goldgedeckten Währung stark macht.

Finanz- und Währungsmarkt entscheiden Goldpreis

Laut beiden Fondsmanagern hängt der Goldpreis vom fragilen Finanz- und Währungsmarkt ab. „Zwar scheint oberflächlich im Moment an den Finanzmärkten alles in Ordnung zu sein, wir halten dies aber für eine angespannte Ruhe, die bald zu Ende gehen könnte“, so Stöferle. Betrachtet man die letzten Erkenntnisse scheinen sich die großen Volkswirtschaften Amerikas und China zu erholen und auch Europas Zustand lässt momentan auf Besserung hoffen. Ansichten die Stöferle und Valek kritisch sehen. Der aktuell weltweit erfolgreiche Populismus sei ein Zeichen wirtschaftlicher Probleme. Folgen der Geldpolitik nach der letzten Finanzkrise 2008.

Auch ein Thema dieser Geldpolitik ist das dauerhafte Drucken neuer Devisen. „Allein im 1. Quartal 2017 wurden seitens der größten Notenbanken knapp 1.000 Milliarden US-Dollar an Zentralbankgeld aus dem Nichts geschaffen und mit dem geschöpften Geld Finanztitel aufgekauft“, so Valek.

Report: US-Rezession wahrscheinlich

Weitere Themen im „In Gold we Trust“ sind unter anderem:

  • Die Erwartung einer neuen US-Rezession, auf die eine noch lockerere Geldpolitik seitens der FED folgen wird.
  • Die globale Verschuldung nimmt so sehr zu, dass ein eigenes „Rauskämpfen“ nicht mehr möglich sein wird, sodass der Dollar gegenüber dem Goldpreis abgewertet werden muss.
  • Der Dollar als internationale Währungsreserve verliert an Stellenwert. Gold ist die einzige Alternative.
  • Erwartung von Schockmomenten hinsichtlich der geopolitischen oder wirtschaftlichen Spannungen und dessen Folgen auf Gold.

Beide Autoren skizzieren Szenarien für alle vier Ereignisse. Vor allem eine Rezession und/oder eine deutlich starke Abwertung des US-Dollars aufgrund des Verlust seines Stellenwerts als internationale Währungsreserve würden den Goldpreis in die Höhe schießen lassen. Dass sich die gloabel Währungsarchitektur aufgrund einer amerikanischen Rezession verändert sei nicht auszuschließen. „In diesem Umfeld ist mit einer signifikanten Aufwertung des Goldpreises zu rechnen. Möglich erscheinen Goldpreise zwischen 1.800 und 5.000 US-Dollar“, so das Fazit.

Den kompletten „In Gold we Trust“-Report finden Sie hier.