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Immer mehr Banken wollen Geld fürs Geld abheben

2018 fordern über 400 Banken Gebühren für das Abheben von Bargeld. Das sind doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Das hat das Internetportal Biallo herausgefunden. Einst musste man nur Gebühren zahlen, wenn man an einem Bankautomaten einer fremden Bank Geld abgehoben hat. Heute steigt die Zahl der Finanzinstitute, die ihren eigenen Kunden Gebühren für Bargeld an eigenen Automaten abknöpfen.

150 Banken kassieren ab der ersten Abhebung

Nach Angaben von Biallo hat sich die Zahl dieser Finanzinstitute seit letztem Jahr auf 400 verdoppelt. 69 Sparkassen, eine Direktbank und 311 Volks- und Raiffeisenbanken seien es mittlerweile, die von ihren Kunden und jenen aus dem Verbund Gebühren fürs Geldabheben verlangen. Die Hälfte von ihnen gestatten zwei bis fünfmal kostenloses Geldabheben. Bei der VR-Bank Lausitz kostet das sechste Abheben ganze 4,50 Euro. 150 Geldinstitute kassieren bereits ab der ersten Transaktion. Die Spanne reicht von neun Cent bis zu 5,00 Euro je Abhebung.

„Was viele Leute nicht wissen: Geht der Kunde der VR-Bank A zum Geldautomaten der VR-Bank B, stellt diese den Kollegen der Bank A dafür 1,02 Euro in Rechnung. Und genau diesen Betrag holen sich viele Volks- und Raiffeisenbanken von ihren Kunden zurück. Unter den Sparkassen und der Cash Group (Hypovereinsbank, Deutsche, Commerz- und Postbank) gibt es eine ähnliche Regelung“, so der Bericht von Biallo.

An fremden Automaten kostet es bis zu 6,45 Euro

Laut der FAZ, die weitere Ergebnisse liefert, werden die Gebühren für „Fremdabhebungen“ bei manchen Instituten auf 6,45 Euro (Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld), 6 Euro (Kreissparkasse Gotha) oder 4,80 Euro (Kreissparkasse Garmisch) beziffert.

Titelbild: istock.com