Springe zum Inhalt

Wie soll ich mein Gold lagern? Teil 3: Hochsicherheits- und Zollfreilager

Zollfreilager - Höchste SicherheitWenn Ihr Vertrauen in Banken nicht groß genug ist oder die Menge Ihrer Wertsachen Bankschließfächer einfach übersteigt, gibt es die Möglichkeit größere Schließfächer und Tresore von unabhängigen Betreibern anzumieten. In einem Hochsicherheitslager oder direkt im Zollfreilager.

Hochsicherheitslager

Höchste Sicherheitsstufe

Eingerichtet sind die Lager in ehemaligen Hochsicherheitsgebäuden oder in einem unscheinbar aussehenden Industriegebiet. Oft wird in der Öffentlichkeit nicht einmal offiziell genannt an welchem Ort sich das Lager befindet. Je weniger Menschen davon wissen, umso sicherer. Hochsicherheitslager sind richtige Festungen und bieten den wohl höchsten Standard an Sicherheit. Bevor man zu seinen Wertsachen gelangt durchgeht man mehrere Schleusen. Man wird permanent überwacht. Unzählige Kameras und bewaffnetes Sicherheitspersonal überprüfen jeden Schritt. Biometrische Kontrollen, Öffnung nach dem „Vier-Augen-Prinzip“, Fernüberwachung und Doppelverschluss des Tresors sind nur einige der besonderen Eigenschaften die die Betreiber bieten. Beim Einlagern und Ausliefern (durch Werte-Logistiker) sind stets zwei bewaffnete Sicherheitsmänner anwesend.

Versicherung inbegriffen

Ihr Investment ist komplett gesichert aber auch versichert. Die Versicherung ist nämlich in der Miete inklusive. Hier sind Ihre Wertsachen natürlich nicht sofort griffbereit wie in den eigenen vier Wänden.  Auch eine Voranmeldung ist nötig um an seine Wertsachen zu kommen. In Sachen Sicherheit und Lagerraum ist dies aber die beste Alternative. Natürlich zu seinem Preis.

Zollfreilager

Je nach Standort sind Hochsicherheitslager auch teilweise oder komplett Zollfreilager - Steuerfreie Inseln mitten im industriellen Niemandsland. Wie der Name schon sagt, wird hier die Steuer gespart. Sie können Ihre Waren ohne die sofortige Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer lagern. Die wird erst fällig, wenn Ihre Wertsachen wieder in ein EU-Land eingeführt werden.

Zollfreilager werden beliebter

Hier lagern Sie völlig anonym. Der Zoll weiß zwar was gelagert wird, erhält aber keine Kundeninformationen. Die Sorge über eine Bankenkrise oder den Verlust des Bankgeheimnisses wird Ihnen genommen. Zollfreilager obliegen einer großen Beliebtheit. Dies hat zur Folge, dass immer mehr eröffnen. Auch ehemalige Edelmetallhändler stiegen in das Geschäft ein. Lager finden Sie weltweit. Unter anderem in Luxemburg, der Schweiz, Hong Kong oder Singapur. Es gibt aber auch in Deutschland Anbieter die ein solches Lager offerieren. In Sammelverwahrung oder in der teureren Einzelverwahrung.

Direkte Einlagerung birgt Gefahren

Der Vorteil dieser Variante der Lagerung ist, dass Sie Ihr über Edelmetallhändler erworbenes Edelmetall direkt liefern und einlagern lassen können. Aber hier ist Vorsicht geboten. Dubiose Händler aus Afrika locken Sie mit dem sogenannten „Afrika-Gold“. Dieses hat meist eine unrealistische Marge und kommt zudem nicht als handlungsfähiges Gold zu Ihnen. Das sehen Sie aber erst wenn der Kauf abgewickelt ist und Sie sich vor Ort Ihre „Ware“ ansehen. Nehmen Sie von solchen Angeboten Abstand. Die Zeiten in denen man mit Gold über Nacht reich geworden ist sind Vergangenheit.

Steuern werden gespart

Die Zollfreilager sind bestens geeignet um Ihre Wertsachen in verschiedene Lager rund um die Welt zu verteilen. Der größte Nutzen liegt aber wohl in die Möglichkeit, dass man die weißen Edelmetalle (Silber, Platin und Palladium) mehrwertsteuerfrei kaufen kann. Möchten Sie Ihre Wertsachen aber eines Tages einführen, kommt der jeweilige Mehrwertsteuersatz des Landes in das eingeführt wird auf Sie zu. Sie können Ihre Wertsachen unbegrenzt lang im Lager lassen. Der Zoll prüft täglich den Bestand und je nach Anbieter erhalten Sie einen täglichen bis halbjährigen Depotauszug über Ihren aktuellen Wert.

Kosten nach Wert oder Gewicht

Die Kosten der Mietung unterscheiden sich nach Anbieter. Die Miete kann über den Depotwert oder das Gewicht berechnet werden. Beim Depotwert wird ein Prozentsatz des durchschnittlichen Tageswerts laut Zollfreilagerliste als Gebühr erhoben. Bei der Gebühr nach Gewicht zahlt der Kunde zum Beispiel je angefangene 1.000 Gramm einen Festbetrag.

Weiter zu Teil 4: Lagerung bei der NES