Heraeus übernimmt Schweizer Edelmetallverarbeiter Argor-Heraeus

 

Heraeus stärkt sein Edelmetall-Geschäft: Der deutsche Konzern mit Sitz in Hessen gab am Montag bekannt die restlichen zwei Drittel des Schweizer Gold- und Silber-Verarbeiter Argor-Heraeus zu übernehmen.

Heraeus übernimmt zusätzlich zu seinem bisherigen Anteil von rund 33 Prozent vollständig die Beteiligungen der ehemaligen Miteigentümer Commerzbank und Münze Österreich sowie die Anteile des Argor Managements.

Übernahme von Argor-Heraeus soll Profit steigern

Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung von Heraeus:

„Mit der vollständigen Übernahme der Anteile ist Heraeus nun in der Lage, in vollem Umfang von Argors Kompetenzen und Kapazitäten bei Gold und Silber zu profitieren. Argor ergänzt das bestehende Edelmetallgeschäft von Heraeus, das im Wesentlichen auf die Platingruppenmetalle ausgerichtet ist, in idealer Weise. Heraeus baut mit dieser Übernahme seine Edelmetallgeschäfte zum größten Edelmetalldienstleister der Welt aus“, so Heraeus CEO Jan Rinnert zu den Hintergründen der Übernahme. Die Übernahme soll das Geschäft mit Gold und Silber um das Vierfache steigern.

Auch in ihren unterschiedlichen regionalen Sourcing- und Absatzmärkten ergänzen sich die Unternehmen: Neben seinem Schweizer Hauptsitz verfügt Argor-Heraeus bereits über einen wichtigen Standort in Südamerika, während die Präsenz von Heraeus in Asien, Indien und Nordamerika einen verbesserten Markteintritt für Argor ermöglicht.

Heraeus ist seit dem Jahr 1986 an Argor beteiligt. Über die finanziellen Modalitäten der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss der Transaktion („Closing“) steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden.

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung

Kostspielige Übernahme

Aus Finanzkreisen ist zu hören, dass Heraeus sich die Übernahme von Argor-Heraeus einige hundert Millionen Euro kosten lassen hat. Der Wert des Schweizer Unternehmens, dessen restliche Anteile seit Herbst zum Verkauf stehen, wurden seinerzeit auf rund eine halbe Milliarde Franken geschätzt.

Argor-Heraeus beschäftigt weltweit 300 Mitarbeiter. Wesentliche Tätigkeitsfelder von Argor seien die Raffination von Gold aus Minengut und Edelmetallrecycling sowie die industrielle Verarbeitung von Barren, Münzen, Legierungen und Halbfertigerzeugnissen.

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