Kurznachrichten: Globales Goldangebot sinkt – Goldreserven: Türkei, China, Russland

Türkei: Goldreserven wachsen weiter an

Die türkische Börse Borsa Istanbul veröffentlichte die Handelszahlen von Gold und Silber. Aus diesen geht hervor, dass die Importe im April gegenüber dem März zurückgingen, der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum aber einen deutlichen Anstieg der Importe und somit Goldreserven aufzeigt. Im Fall von Silber sind die Einfuhren jeweils im Vergleich zum Vormonat und Vorjahreszeitraum angestiegen.

Im April gingen die türkischen Goldimporte von 28,4 Tonnen im März auf 23,3 Tonnen zurück. Vergleicht man die Importe jedoch mit dem April 2016 sieht man deutlich, dass die Türkei einen neuen Goldkurs eingeschlagen hat. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres importierte die Türkei „lediglich“ 3,2 Tonnen Gold.

Silber wurde besonders im vergangenen Monat stark eingeführt. Während das Edelmetall im März in einer Menge von 3,8 Tonnen noch gering ausfiel, wurden im April 32,8 Tonnen eingekauft. Im Vergleich zum April 2016 erkennt man jedoch nur einen geringen Anstieg. Damals wurden 31,7 Tonnen Silber importiert.

China: Weiterhin keine offiziellen Goldkäufe

Die chinesische Zentralbank veröffentlichte die aktuellen und offiziellen Daten zu ihren Goldreserven sowie zu ihren Devisenbeständen.

Anders als in den Handelszahlen, die aus der Schweiz und Hongkong veröffentlicht wurden und Chinas Goldkäufe belegen, gibt es für die Öffentlichkeit, wie bereits seit fünf Monaten schon, keine Veränderungen zu den chinesischen Beständen. Wie im Oktober belaufen sich Chinas offizielle Goldreserven auf 59,24 Millionen Unzen.

Verändert hat sich jedoch der Wert der Goldbestände. Dieser stieg von 73,74 Milliarden US-Dollar im März auf 75,02 Milliarden US-Dollar im April.

Goldangebot sinkt im ersten Quartal 2017

Im ersten Quartal des Jahres wurde 12 Prozent weniger Gold auf den Markt gebracht. Auch die Produktion aus Minen konnte keinen Anstieg aufweisen.

Laut World Gold Council lag das globale Goldangebot in den ersten drei Monaten mit 1.032 Tonnen um 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch wenn die Minenproduktion keinen Zuwachs vermelden konnte, blieb diese mit 764 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. Stark zurück ging jedoch das Angebot durch Gold-Recycling. Hier meldet das WGC einen Rückgang um 21 Prozent auf 283 Tonnen.

Russland: Wert der Reserven steigt wöchentlich

Die russische Zentralbank veröffentlichte den Stand ihrer internationalen Währungsreserven. Demnach erreichte der Wert der Währungsreserven vom 21. bis 28. April einen Zuwachs um 0,3 Prozent beziehungsweise 1,1 Milliarden US-Dollar auf 401,1 Milliarden US-Dollar.

Bereits in der Vorwoche stiegen die Gold- und Devisenreserven im Wert um 1,6 Milliarden US-Dollar, was den höchsten Stand seit Dezember 2014 markierte.

 

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