Goldpreisprognose: Banken uneinig – Russland: Goldreserven wachsen

Goldpreisprognose: Citi und Credit Suisse uneinig

Geht es um die Goldpreisprognose, sind sich zwei Großbanken über die Entwicklung des Edelmetalls uneinig. Laut Branchennachrichtendienst Kitco sind die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse optimistisch, dass Gold im vierten Quartal 2017 einen Kaufpreis von 1.400 US-Dollar je Unze erreicht. Credit Suisse sieht eine schwächere amerikanische Wirtschaft als die Federal Reserve, die ihren Leitzins demnächst wahrscheinlich um 1-1,25 Prozent anheben wird. Die Bank begründet ihre Goldpreisprognose darin, dass die amerikanischen Realzinsen niedriger ausfallen werden als erwartet, der US-Dollar an Stärke verliert, die FED eine lockere Geldpolitik betreiben wird, China weiterhin stark in Gold investiert und eine geopolitische Krise zum höheren Goldpreis führen wird.

Die Citibank sieht hingegen eine deutlich negativere Goldpreisprognose. Laut dessen Analysten wird der Goldpreis bereits im zweiten Quartal seinen Höchststand erreichen und sich anschließend abschwächen. Citibank nennt für 2017 einen Durchschnittspreis von 1.220 US-Dollar je Unze und für 2018 eine leichte Anhebung auf durchschnittliche 1.245 US-Dollar. Die Analysten erwarten neben der bald folgenden Zinsanhebung der Fed, eine weitere Anhebung im September. Makroökonomische Unsicherheiten könnten die Goldpreisvolatilität jedoch wieder antreiben, so die Bank.

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EZB: Gold und Goldforderungen gesunken

Konsolidierter Ausweis des Eurosystems zum 9. Juni 2017. In der Woche zum 9. Juni 2017 verringerte sich die Position Gold und Goldforderungen aufgrund der Veräußerung von Gold durch eine nationale Zentralbank des Eurosystems zum Zweck der Herstellung einer Gedenkmünze um 28 Mio EUR. Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung ging um 0,1 Mrd EUR auf 278,7 Mrd EUR zurück.

Die genannten liquiditätszuführenden Transaktionen wurden vom Eurosystem im Zusammenhang mit der unbefristeten Swap-Vereinbarung zwischen der Europäischen Zentralbank und dem Federal Reserve System durchgeführt.

Die Bestände des Eurosystems an marktfähigen Sonstigen Wertpapieren (d.h. an Wertpapieren, die nicht für geldpolitische Zwecke gehalten werden) blieben praktisch unverändert bei 295,9 Mrd EUR. Der Banknotenumlauf verringerte sich um 0,8 Mrd EUR auf 1.130,5 Mrd EUR. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten stiegen um 14,9 Mrd EUR auf 172,5 Mrd EUR.

Russland: Goldreserven steigen weiter

Die russische Zentralbank veröffentlicht regelmäßig den Stand ihrer Gold- und Währungsreserven in US-Dollar. In der 23. Kalenderwoche wurde ein erneuter Zuwachs verzeichnet. Während die Nationalbank für die Vorwoche bereits ein Plus ihrer Gold- und Währungsreserven um 0.8 Milliarden auf 406,9 Milliarden US-Dollar verzeichnete, stieg dieser Wert erneut. Am 09. Juni 2017 beträgt der Wert der Gold- und Währungsreserven 408,3 Milliarden US-Dollar und wuchs somit um 1,4 Prozent gegenüber der Vorwoche.

 

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