Schon wieder wurden Trader der Deutschen Bank wegen „Spoofing“ angeklagt. Zwei ehemalige Mitarbeiter sollen jahrelang den Goldpreis manipuliert haben.

Spoofing im großen Stil

Wie Bloomberg und Reuters berichten, werden in den USA aktuell zwei ehemalige Trader der Deutschen Bank vor Gericht angeklagt. Dem 38-jährigen Briten James Vorley und dem 39-jährigen Franzosen Cedric Chanu wird jahrelange Goldmanipulation am amerikanischen Terminmarkt vorgeworfen. Goldorders wurden immer wieder im großen Stil abgegeben und anschließend storniert, um den falschen Eindruck von gestiegener Nachfrage zu simulieren – im Fachjargon „Spoofing“ genannt.

Bewiese liefern beide durch ihre Chatverläufe, in denen sie über ihre Machenschaften prahlen. Beiden wird verschwörerischem Verhalten und von betrügerischer Täuschung vorgeworfen.

Goldpreismanipulation durch verschiedene Banken

Die beiden Trader wurden im Rahmen der Ermittlungen gegen acht ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen Spoofing angeklagt. Wir berichteten darüber im Juni 2017.

Neben der Deutschen Bank wurden auch die HSBC und die UBS der Goldmanipulation bezichtigt. Die drei Banken haben zusammen bereits 50 Millionen US-Dollar Strafe gezahlt, um Gerichtsverfahren zu beenden.

Titelbild: maxpixel

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