Im letzten Jahr lagen die Goldexporte der USA bei 433 Tonnen des Edelmetalls. Mit 70 Tonnen war Hongkong 2016 noch drittstärkster Abnehmer. Dieses Jahr positioniert sich der asiatische Stadtstaat an vorderster Stelle.

Meisten Goldexporte der USA gehen nach Asien

Laut Angaben des U.S. Geological Survey gingen mit 166,51 Tonnen im vergangenem Jahr 38 Prozent der exportierten Goldmenge der Vereinigten Staaten an die Schweiz. Großbritannien war mit 94,99 Tonnen der zweitgrößte Abnehmer vor Hongkong (70 Tonnen). An vierter Stelle reihte sich Indien mit 43,94 Tonnen ein. Mit 4,51 Tonnen war China kein bedeutender Abnehmer der Goldexporte der USA.

Und doch spielt China die wohl größte (politische) Rolle. Denn es wird stark vermutet, dass das nach Hongkong exportierte Gold den direkten Weg nach China findet. Besonders die starken Exportdaten Hongkongs nach China lassen darauf schließen.

Zu den 433 exportierten Tonnen stehen nur 374 Tonnen Import. Aufgrund der nationalen Goldproduktion von 236 Tonnen, ergibt sich für die USA jedoch ein Plus von 177 Tonnen.

Hongkong größter Abnehmer

In den bisherigen von U.S. Geological Survey veröffentlichten Zahlen von 2017 haben die USA im Januar und Februar insgesamt 101 Tonnen Gold exportiert. In beiden Monaten war der größte Abnehmer Hongkong. Dahinter steht vermutlich der Auftraggeber China. Allein im März bestellte China 111 Tonnen Gold aus Hongkong.

Im Februar lagen die Goldexporte der USA bei 45,9 Tonnen. 17 Tonnen gingen nach Hongkong. Im Januar waren es bereits 31 Tonnen. In die Schweiz wurden im zweiten Monat des Jahres 12,7 Tonnen geliefert. Indien kaufte rund acht Tonnen ein. Nach Deutschland gingen nur 204 Tonnen des Edelmetalls.

Während sich die Goldkäufe in den USA seit Beginn des Jahres generell verhalten zeigen, wird östlich der Vereinigten Staaten stark eingekauft. Die Türkei, Russland, Indien und China kaufen Gold stark ein. Nicht nur weil Gold unter dem Volk beliebter wird, sondern auch um ihre Goldreserven weiter auszubauen.

Exporte haben sich verdoppelt

Allein Russland und die Türkei haben ihre Reserven fast monatlich aufgestockt und dabei ihre Auslandsanleihen auf den Markt geworfen. Die Goldexporte der USA haben sich in den ersten beiden Monaten 2017 im Vergleich zu Januar und Februar des vergangenen Jahres fast verdoppelt. Gegenüber den diesjährigen 101 Tonnen stehen 56,5 Tonnen 2016. Auch zeigt sich in diesem Zeitraum ein Nettodefizit von 21 Tonnen, da die Importe und die Goldproduktion bei 80 Tonnen liegt.

Wie die Goldproduktion sich dieses Jahr entwickeln wird ist nicht gewiss, da die Zahlen erst kürzlich nach unten korrigiert wurden. 21 Tonnen wurden also zusätzlich aus den amerikanischen Tresoren zum Verkauf entnommen.

Asien kauft immer mehr ein

Zählt man den asiatischen Raum zusammen, kauften die Großabnehmer Hongkong, Indien und China 2017 bereits 61,8 Tonnen Gold allein aus den USA ein. Letztes Jahr waren es noch 31 Tonnen. Besonders China wächst als Abnehmer, auch wenn sie den Stand ihrer Reserven als unverändert dokumentieren. Auch politisch gesehen könnte es an Brisanz gewinnen, dass China Amerikas größter Goldabnehmer sein könnte.

Im Vergleich kaufte die Schweiz als Big Player auf dem Goldmarkt 28 Tonnen amerikanisches Gold ein. Neben den wachsenden Wohlstand in China ließ auch der relativ niedrige Goldpreis der vergangenen Monate sowie der erhoffte Aufschwung im Verlauf des weiteren Jahres lassen den asiatischen Markt stark einkaufen, während sich der amerikanische Markt größtenteils zurückhielt.

 

USA: Gold-Exporte in Kg
2016 433.000
2017:
Januar 55.400
Februar:
Kanada 137
China 202
Deutschland 204
Hongkong 17.000
Indien 8.040
Japan  –
Südkorea  –
Mexiko 49
Schweiz 12.700
VAE 1.790
Großbritannien 5.570
Andere 207
Gesamt 45.900
Jan-Feb 101.000

Quelle: U.S. Geological Survey

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