Fast jeder Zweite hat Angst vor Altersarmut – nur die Hälfte spart

Eine Studie der Ergo nach, haben 40 Prozent der Befragten Angst vor Altersarmut. Dennoch sparen 42 Prozent gar nicht oder nur mit Kleinbeträgen. Die Mehrheit ist sich jedoch sicher, seinen Lebensstil im Alter nicht aufrechterhalten zu können.

Angst vor Altersarmut

Der ERGO Risiko-Report 2018 befragte über 3.000 in Deutschland lebende Personen unter anderem zu ihrer Altersvorsorge. Fast die Hälfte kümmert sich privat nicht um seine Altersabsicherung. 22 Prozent der Deutschen legen nichts und weitere 20 Prozent maximal 50 Euro im Monat für die private Altersvorsorge zurück. Fahrlässig in den Augen der Ergo. Diese empfiehlt „möglichst frühzeitig im Erwerbsleben einen soliden Plan für das Alter zu machen“.

Geht es um das Sparen, suchen die Deutschen den risikoarmen Weg und geht mit Sparbuch und Tagesgeld auf Nummer sicher. Auch wenn sie wissen, dass Aktien und Fonds mehr Rendite bringen. Dabei dürfte auch einen starken Einfluss haben, dass jeder Zweite glaubt, dass sich eine Finanzkrise wie 2008 innerhalb der nächsten zehn Jahre wiederholen wird.

In den neuen Bundesländern ist die Sorge, im Alter finanzielle Abstriche machen zu müssen, deutlich stärker ausgeprägt als im Westen. In Brandenburg fürchten das zum Beispiel 69 Prozent, in Bayern und Hessen hingegen nur jeweils 47 Prozent. Zudem erwarten 70 Prozent, dass das Rentenniveau sinken wird. Neben der Altersarmut stehen bei den finanziellen Ängsten auch Pflegebedürftigkeit im Mittelpunkt. Besonders einig waren sich die Befragten nach der Bargeldabschaffung. 93 Prozent wollen Bargeld als Zahlungsmittel beibehalten.

Weitere Ergebnisse

Fast jeder fünfte Deutsche fürchtet sich vor dem Alter. Nur vier Prozent der Befragten gaben an, sich auf das Alter zu freuen, alleine unter Beamten sind es deutlich mehr (12 Prozent). Als größte Sorgen gaben die Befragten Krankheit (65 Prozent), Unmündigkeit bzw. Abhängigkeit von Anderen (41 Prozent), Armut (40 Prozent) und Einsamkeit (28 Prozent) an. Knapp sieben von zehn Befragten erwarten, dass das Rentenniveau in den nächsten zehn Jahren weiter sinkt. Jeder vierte Deutsche befürwortet eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge.

Nur jeder fünfte Deutsche gibt an, seine künftige Rentenhöhe recht genau zu kennen. 43 Prozent der Frauen sind unsicher und sagen, sie können nur ungefähr schätzen, wie viel Rente sie voraussichtlich bekommen. Während bei den Männern jeder Dritte angibt, sich nicht leisten zu können, privat fürs Alter vorzusorgen, sind es bei den Frauen sogar 43 Prozent.

Wegen der fortschreitenden Digitalisierung hat ein Viertel der Deutschen Angst, in den nächsten zehn Jahren am Arbeitsplatz von Maschinen ersetzt zu werden. Nur Beamte sehen das mit 87 Prozent mehrheitlich nicht als Risiko. Auch vor Entfremdung durch neue Technologien haben 39 Prozent der Deutschen Angst. Gleichzeitig finden 58 Prozent, dass ihnen digitale Medien den Kontakt zu Freunden und Familie erleichtern. 87 Prozent der Befragten nutzen das Internet aktiv für Recherchen, Einkäufe, Online-Banking und zur Kontaktpflege und sehen ihr Leben hierbei durch den digitalen Fortschritt erleichtert.

Auf wenig Akzeptanz stoßen bisher hingegen intelligente Assistenzsysteme, z. B. für den Haushalt. Im sogenannten „Smart Home“ fühlen sich bisher nur zwei von zehn Befragten zuhause.

In Gold investieren?

Das World Gold Council hat Deutschlands Entwicklung im Goldinvestment unter die Lupe genommen und einen Boom der letzten zehn Jahre festgestellt. Die Gründe sind simpel und naheliegend: Die Deutschen wollen ihr Erspartes schützen, ihr Misstrauen gegenüber Banken wächst, sie kennen sich mit Währungskrisen aus und der Zugang zu Gold ist einfacher geworden.

Wenn Sie sich auch für die Krisenwährung schlechthin interessieren, aber nicht wissen wie Sie vorgehen sollen, möchten wir Ihnen hier einige Tipps geben.

Quelle: Ergo Risiko-Report 2018

Titelbild: maxpixel

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