Gold zur Geldanlage kaufen – Rechtliche Informationen – Gesetzestexte & GWG

Gold zur Geldanlage kaufen – Rechtliche Informationen

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Gesetzen die für den Kauf von Edelmetallbarren und Münzen relevant sind.

Gold zur Geldanlage kaufen - Rechtliche Informationen

Gold zur Geldanlage kaufen
Gold zur Geldanlage

Gold zur Geldanlage kaufen – Rechtliche Informationen
Das Geldwäschegesetz – GwG

Das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz) soll Kriminellen die Möglichkeit nehmen Geld illegaler Herkunft wieder in den legalen Wirtschaftskreislauf zu überführen.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Verhinderung von anonymen wirtschaftlichen Transaktionen.

So hat sich ein Kunde bei Abgabe oder Annahme von Bargeld, Wertpapieren oder Edelmetallen im Wert von 15.000,- € oder mehr zu identifizieren. Der Finanzdienstleister wie auch der Händler wiederum ist zur Identifizierung des Kunden verpflichtet. Und muss gegebenenfalls Hinweise auf Geldwäsche melden.

Edelmetallkäufe unterhalb der Grenze von 15.000.- € können anonym erfolgen.

Unabhängig von der Höhe und der Art der Transaktion (bar oder unbar) ist jede Versicherungsgesellschaft und jedes Kreditinstitut nach § 11 Abs. 1 GwG (Geldwäschegesetz) verpflichtet, eine Verdachtsanzeige bei Verdacht auf Geldwäsche gegen ihren eigenen Kunden zu erstatten.

(Quelle:Geldwäschegesetz – GwG vom 13. August 2008 und das Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention vom 29.12.2011)

Umsatzsteuergesetze

§13 b Abs.2 Nr.9 Gewerblicher Edelmetallverkehr und Umsatzsteuer

Dieses Gesetz regelt den Umsatzsteuerverkehr zwischen gewerblichen Händlern.
Es betrifft nicht Privatverkäufer oder Privatkäufer von Edelmetallen.

Nach dem „Reverse Charge Verfahren“ – Gemäß §13 b Abs.2 Nr.9 Umsatzsteuergesetz unterliegen alle Umsätze mit Gold oder goldhaltigen Produkten nach Zolltarif 7108 und 7109 mit mehr als 325/oo Goldgehalt dem sog. Reverse Charge Verfahren.

Damit geht die Steuerschuld auf den unternehmerischen Leistungsempfänger über. (gemeint ist hier die Scheideanstalt / Anm.: Aurum Edelmetalle). Er ist künftig Umsatzsteuerschuldner, zugleich steht ihm aber auch der Vorsteuerabzug aus dem Rechnungsbetrag zu.

Im Zolltarif Kap. 71 wird festgelegt dass alle Legierungen mit einem Platingehalt größer als 2% als Platinlegierung behandelt werden, unabhängig wie hoch der Goldgehalt ist.

Als „Platin“ gelten alle Platinmetalle. Pt,Rh,Pd,Ir,Ru,Os. Diese Regelung betrifft nur Umsätze die zwischen Unternehmen getätigt werden.

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Wann ist Gold für die Geldanlage umsatzsteuer-befreit?

§ 25c Goldbarren und -plättchen müssen aus Gold mit einem Feingehalt von mindestens 995/oo  (Tausendsteln) in firmenspezifischer typisierter eckiger Form mit eingestanzter oder geprägter Angabe des Herstellers sowie Angabe des Feingoldgehalts und des Gewichts hergestellt sein; auf das Herstellungsverfahren kommt es nicht an. Die Barren können mit bildlichen Darstellungen geprägt sein.

Goldmünzen müssen einen Goldgehalt von mindestens 900 Tausendsteln aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt sein, im Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sein bzw. gewesen sein und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der 180 % des Goldgehalts nicht übersteigt. Eine Mindestauflagenhöhe ist nicht erforderlich.

Nicht zum Anlagegold gehört unverarbeitetes Gold (Industriegold), d.h. insbesondere Barren mit einem Feingoldgehalt von weniger als 995 Tausendsteln, sowie Granalien (Granulat) und Feingoldband in handelsüblicher Form.

(Quelle: Umsatzsteuer-Anwendungserlass, 3. Januar 2012, S.635 §25c 1 UStg.)

Die aufgeführten Angaben ersetzen keine Beratung durch Steuerberater oder Rechtsanwälte. Durch Gesetzesänderungen können sich die rechtlichen Verhältnisse ändern. Die NES übernimmt keine Haftung für die Korrektheit der dargestellten Informationen.

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