Seit je her ist Gold besonders in Krisenzeiten gefragt. Das gelbe Edelmetall ist greifbar und gilt in Ausnahmefällen als „hartes“ und „echtes“ Geld. Gold bringt nicht den kurzfristigen Wohlstand und ist für Börsenspiele ungeeignet. Es steht nämlich für Sicherheit. Eine Kapitalanlage für die Vermögensvorsorge.

Gold lockt wieder

Neben der Sicherheit in Krisenzeiten und als Vermögensvorsorge beispielsweise für den Lebensabend besitzt Gold noch weitere Vorteile:

Anonymität

Goldkäufe sind bis 10.000 Euro anonym. Kaufen Sie Gold am Schalter (bei uns möglich), müssen Sie keine Personalien hinterlassen. Dies ist bei anderen Anlageformen undenkbar. Doch aufgepasst: Die Obergrenze für Barzahlungen wurde erst im Juni hinsichtlich der erneuten Geldwäscherichtlinie der EU von 15.000 auf 10.000 Euro gesenkt. In Regierungskreisen wurde schon über eine weitere Absetzung auf 5.000 Euro besprochen und die Sorge vor einer kompletten Bargeldabschaffung wächst. Trotz aller Dementi seitens der Regierungen. Dennoch: Der 500-Euro-Schein wird ab kommenden Jahr nicht mehr ausgegeben. Die EU mutmaßt, dass Terroranschläge durch Bargeld finanziert werden und möchte dieses strenger kontrollieren. Schweden setzt immer mehr auf digitales Zahlen und immer mehr Unternehmen setzen auf das bargeldlose Zahlen. Sollte es dazu kommen, dass Bargeld abgeschafft wird oder an Wert verliert – Gold wird es nicht. Sein Wert würde sogar steigen.

Steuerfrei und unkompliziert

Man zahlt beim Goldkauf nämlich keine Mehrwert- und Abgeltungssteuer. Anders als bei Gewinnen an der Börse. Hier werden pauschal 25 Prozent berechnet. Halten Sie Ihr physisches Gold sowie Xetra-Gold jedoch ein Jahr, müssen Sie Gewinne bei der Einkommensteuer nicht eintragen. Nach 12 Monaten endet bei Gold die Spekulationsfrist (anders bei Gold-ETC). Aktiengeschäfte lohen sich zudem meist nur in florierenden Wirtschaftszeiten. Und ganz ehrlich: Wer blickt heute noch bei all den Möglichkeiten durch, die man als privater Trader hat? Früher gab es einen Aktienberater und man bekam seine Aktien noch am Bankschalter ausgehändigt, samt Coupon für die Gewinnausschüttung. Heute muss man alleine dafür hohe Gebühren bezahlen. Ein virtuelles Depot online abzuschließen ist einfach. Was danach folgt, ist ein Meer an Informationen und Möglichkeiten.

Börsianer, die die Börse vermeintlich durchblicken, halten ihre Situation für kritisch. Zum Stichwort Nordkorea sagte Finanzexperte Dirk Müller gegenüber Börse Online:

„Wir haben etliche geopolitische Sprengsätze in diesen Tagen, und Nordkorea ist einer davon. Allerdings „pflegen“ Nordkorea und die USA diesen bislang eingefrorenen Konflikt im beiderseitigen Interesse seit Jahrzehnten. Tatsächlich scheint diese Doktrin aktuell ein mögliches Ende zu finden. Noch ist aber nicht absehbar, ob es nur das seit Jahrzehnten gewohnte Säbelrasseln ist, oder ob die USA tatsächlich eine neue Strategie verfolgen. Die Risiken wären in diesem Fall natürlich auch für die Aktienmärkte enorm.“

Ob er Gold als Absicherung für sinnvoll hält?

„Gold gehört grundsätzlich in jeden Haushalt, und zwar zu allen Zeiten als goldener Notnagel. Als kurzfristiges Spekulationsobjekt – das gilt auch für kurzfristige Krisenprävention – halte ich Gold für weniger geeignet.“

Aktien fallen

Nach dem Wahlsieg Donald Trumps zeigten sich die Investoren euphorisch. Die Kurse stiegen und stiegen. Doch die Euphorie verblasste. Nicht nur wegen der teils katastrophalen Außendarstellung der USA unter dem neuen Präsidenten. Wirtschaftskrisen und geopolitische Spannungen ließen die internationalen Börsen nicht nur ins Stocken geraten, sondern den Goldpreis auf ein 12-Monats-Hoch steigen.

Beispiel Deutschland: Der Dax erlebte zuletzt eine dreimonatige Talfahrt. Die Folge ist, dass Anleger insgesamt 1,4 Milliarden Dollar netto aus Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Europa abgezogen haben, so die Financial Times.

Diese landen wiederum teils am Goldmarkt. Seit Juli steigt der Preis wieder. Speziell nach jeder Provokation zwischen den USA und Nordkorea. Seitdem stieg der Preis um mehr als 100 US-Dollar auf über 1.300 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Mit 1344,85 US Dollar je Feinunze hat der Goldpreis zuletzt den höchsten stand seit 12 Monaten erreicht.

So können Sie investieren

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In Gold investieren, können Sie schon mit wenig Geld. Es muss nicht direkt die Feinunze mit aktuell über 1.300 Euro sein. Sie können Gold-EFCs erwerben (funktioniert ähnlich wie Aktien-ETFs) oder kaufen Xetra-Gold. In beiden Fällen haben sie somit Gold auf dem Papier. Ist Ihre Goldanlage speziell aufgrund Krisenzeiten entstanden, ist der physische Erwerb von Gold sicherlich der attraktivere und bessere Weg für Sie. Sollte es zur Ausnahmesituation kommen, würde ihr Papiergold wohl keinen Wert mehr haben. Kaufen Sie Ihr Gold in Barren oder in Münzen. Barren gibt es schon von einem Gramm bis zu einem Kilo. Auch bei uns können sie unsere selbstproduzierten Barren erwerben. Schauen Sie sich in unserem Online-Shop um oder rufen Sie uns an, sollte ein Barren im gewünschten Gewicht vergriffen sein. So wie Barren werden sie auch Anlagemünzen bei uns finden. Beliebteste Münze ist der Krügerrand aus Südafrika.

Die größte Gewinnspanne erhalten Sie beim Barren. Je schwerer dieser ist, umso höher der mögliche Gewinn. Ihr Gold sollten Sie gut geschützt verstecken. Entweder in einem sehr guten Tresor oder in einem Bankschließfach. Letzteres kostet Sie je nach Finanzinstitut lediglich bis zu 50 Euro im Jahr.

Goldpreis wird steigen

Laut manager-magazin wird der Goldpreis weiter steigen. Den Grund sieht man in der Politik der Zentralbank:

„Eigentlich befindet sich die US-Zentralbank Fed zwar seit einiger Zeit in einer Phase der Zinsanhebungen, was tendenziell Druck auf den Goldpreis ausüben könnte. Zuletzt zeichnete sich jedoch ab, dass die nächsten Zinsschritte in einem etwas langsameren Tempo erfolgen könnten.“

Auch ist nicht zu erwarten, dass sich die Spannungen bezüglich Nordkorea lösen. Goldman Sachs sieht den Antrieb des Goldpreises speziell durch die Unsicherheiten, die aus der Politik von Donald Trumps Regierung ausgeht.

Atomtests in Nordkorea, verantwortungslose Tweets eines oft überfordert wirkenden Präsidenten, schwellende Wirtschafts- und Finanzkrisen sowie kriselnde Staaten führen Investoren und sorgende Privatanleger wieder verstärkt zu Gold. Sorgen, die Eigentümern von Gold in Zukunft noch mehr Sicherheit aber auch verlockende Gewinne schaffen können.

 

(Titelbild: CC-BY-SA 3.0)

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