Wohin mit Ihrem Zahngold?

Das Geschäft mit dem Zahngold

Zahngold lohnt sich

Der Besuch beim Zahnarzt kann schon unangenehm sein und auch mit Kosten einhergehen, besonders wenn verbrauchter Zahnersatz wie Kronen oder Brücken erneuert werden müssen. Sind diese einmal aus Edelmetallen angefertigt worden, lohnt es sich über die Verwendung des entnommenen Altgoldes nachzudenken. Sie könnten es nämlich zu Geld machen und damit beispielsweise Ihren Zuzahlungsbetrag für die Erneuerung spürbar verringern. „Wohin mit Ihrem Zahngold?“ weiterlesen

Zahngold – wie wertvoll ist es? Lässt sich sein Wert einfach feststellen?

Zahngold oder Altgold spenden
Zahngold-wie wertvoll ist es wirklich
Zahngold-wie wertvoll ist es wirklich

Zahngold – wie wertvoll ist es wirklich?

Diese Frage stellt man sich spätestens dann, wenn man von seinem Zahnarzt eine alte Krone erhält, die ausgewechselt werden musste. Lässt sich diese Frage seriös beantworten, ohne den Fragesteller vorher mit Fachwissen zu überstopfen? Leider nein. Es gibt keine einfachen Antworten auf komplizierte Fragen. Lassen Sie mich kurz beschreiben, warum Zahngold so ein schwieriges Thema ist und nicht in Laienhände gehört. (Zahngold – wie wertvoll, siehe Themenseite Zahngold)>

Was mache ich damit? Wer bewertet das Objekt ehrlich? Was macht den Wert von Zahngold aus?

Es sind im Wesentlichen die darin enthaltenen Edelmetalle wie Gold, Platin, Palladium und Silber, die recycelt werden können und dann einen Verkaufswert darstellen. Das Dumme ist nur, daß es weltweit mehr als 1000 Legierungstypen mit ähnlichen, aber auch grundverschiedenen Inhalten gibt. (Zahngold – wie wertvoll, siehe Themenseite Zahngold)

Haben alle Zahnlegierungen Edelmetallanteile, deren Verwertung sich lohnt?

Leider nein. Der technologische Fortschritt der letzten 50 Jahre hat auch vor den Zahnersatzmaterialien nicht Halt gemacht. Es gibt heute sehr viele metallische Materialien für die Kronen- und Brückentechnik, die vollkommen ohne Edelmetalle auskommen.

Warum gibt es derart viele verschiedene Legierungen, benötigt man so viele?

Kurz gesagt, sie sind eine Folge des Kostendrucks und der Suche nach Marktlücken. Als Anfang der 70er Jahre die Riege der SPD-Sozialpolitiker mit Ehrenberg begannen, das Blaue vom Himmel zu versprechen, erstatteten die Kraken-Kassen als Heilsbringer ausser der ärztlichen Heilbehandlung auch noch hundert Prozent der Edelmetall- und Laborkosten der jeweils besten und teuersten Gold-Platinlegierungen.

Es entstand ein unglaublicher Boom bei zahnärztlichen Versorgungsleistungen. Es war ungefähr so als würde Frau Merkel heute jedem Bürger kostenlos ein Auto versprechen. Die zahnärztlichen Berufsstände sagten damals voraus, daß es angewandter Wahnsinn sei, Gold und Platin vom Himmel regnen zu lassen. Die Politik wusste es besser und steuert seitdem das ehemals gut funktionierende Gesundheitssystem geradewegs in ein marodierendes Budgetierungssystem. Durch immer neue Kostenbrems-Fallschirme wurde mittlerweile nicht nur der ärztliche Bereich alter Qualität zerstört (besorgen Sie sich einen Termin beim Orthopäden). Inzwischen ist auch das Krankenhauswesen so „optimiert“, daß es viele Kollegen heute bereits aufgrund fehlender Mittel als Hygienefalle und Indikationsbastelstube ansehen.

Der sich fortsetzenden politischen Heilsbringerei unter Norbert Blüm (die Rente ist sicher), Ulla Schmidt, Seehofer und wie sie nicht alle hiessen, und dem daraus folgendem Sparzwang, folgten ab den 80er Jahren auch im Bereich der Zahnersatzleistungen billigere Metalle. Erst entstanden im Edelmetallbereich die billigeren Spargolde. Sie enthielten nur noch ca. 50% an Gold, neben Palladium, Silber und weiteren Nichtedelmetallen. Dann die Palladium-Basis Legierungen, die hauptsächlich aus dem billigen Palladium, neben weiteren geringen Beimengungen anderer Edelmetalle hergestellt wurden. Aber es ging noch billiger im Edelmetallbereich. Silber-Palladium Legierungen, sog. „Palliag“ war in der Produktion so billig wie die Nichtedelmetalllegierungen, die ohne jegliches Edelmetall auskamen, die sog. NEM- Legierungen. Sie bestehen aus Kobalt, Chrom, Molybdän, einer Legierung mit ähnlichen Eigenschaften wie Edelstahl. Aber auch Titan wurde und wird eingesetzt, welches ein Metall ohne Recyclingwert ist.

Mit all diesen Metallen haben wir es heute zu tun, wenn wir Dentallegierungen erhalten.

Im Rahmen der aufkommenden CAD-CAM Technologie verzichtete man dann, wo es ging, nahezu vollständig auf Metallanteile. Heute kommen häufig vollkeramische Restaurationstechniken zum Einsatz, allerdings mit teils langfristig fragwürdigen Ergebnissen und Nebenwirkungen durch spezielle Befestigungsmaterialien. Diese sind aber nur eine indirekte Folge des Sparzwangs, weil sie als honorargenerierende Einnahme gern als Mehrkostenleistung angeboten werden und man so den defizitären gesetzlichen Leistungskatalog zumindest teilweise verlassen kann.
Natürlich gibt es aber auch weiterhin, vor allem im privaten Bereich der anspruchsvollen Zusatzleistungen, noch den Einsatz hochwertiger Edelmetalllegierungen.

Weil alle diese Dentallegierungen zu den im Menschen implantierten Medizinprodukten gehören, müssen sie auch so ausgelegt sein, daß sie im Biotop Mundhöhle nicht durch einwirkende Säuren, Hitze und Kälte ihre Beschaffenheit verändern. Sie sind säure-und temperaturstabil. Ein Grund warum auch Goldaufkäufer ohne industrielle Aufarbeitungs- und Analysetechniken die Finger davon lassen sollten.  (Zahngold – wie wertvoll, siehe Themenseite Zahngold)

Empfehlung:

Dentallegierungen sollten ausschliesslich von Fachbetrieben, wie z.B. der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt GmbH, einem bis 2013 zertifizierten Hersteller von Dentallegierungen, sach- und fachgerecht beurteilt werden. Diese Dentalmetalle gehören in qualifizierte Hände. Nicht in die Hände von Goldaufkäufern.

Dr.M.Kruse,  NES Group

Zahngold schaetzen – wer schätzen lässt verliert!

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Zahngold schaetzen?  Zahngold-Rechner ?

Zahngoldplaettchen
Zahngoldplaettchen

Wenn Goldaufkäufer Zahnmetalle mit Säuren testen wollen, nehmen Sie Metall und Beine in die Hand! 

Einen Zahngold-Rechner kann es nicht geben. Es gibt über 1000 verschiedene Dentallegierungen. Zahngolde sind Medizinprodukte und bestehen immer aus komplizierten, säurebeständigen Legierungen. Zahngold schaetzen ist nicht möglich. Es lässt sich nicht vorab berechnen oder schätzen sondern nach Vorbehandlung nur korrekt messen. Lediglich originalverpackte Plättchen- oder Blechware mit Hersteller und Typenbezeichnung könnte man  vorab berechnen. Aber leider ist auch hier Vorsicht geboten, denn es gibt einen lebhaften kriminellen Fälschermarkt, der gefälschte Originalplättchen vertreibt.

Kommen Sie damit immer zum Fachbetrieb Scheideanstalt!

zahngoldplaettchen-gefaelscht
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Bei der sauberen Analytik helfen wir Ihnen als ehemaliger Hersteller sehr gern. Auch bei nur einer Krone mit Zahn!

Zahngold schaetzen ?  Wer schätzen lässt, verliert!

Schätzungen funktionieren nicht, denn Schätzungen können diese Metalllegierungen nicht nicht ermitteln. Durch den jahrzehntelangen Kostenspardruck der Kranken Kassen wurden zunehmend ab Ende der 70er Jahre auch goldfarbene aber stark goldreduzierte Legierungen entwickelt und eingesetzt, aber auch auch Silber-Palladium Legierungen ohne Gold. Es gibt auch Titan- und Kobalt-Chrom-Legierungen (wie Edelstähle), die gar keinen Edelmetall-Anteil enthalten werden seit dem und auch heute noch vielfach verwendet.

Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihr Zahngold nur durch qualifizierte Analysen bewerten lassen – keinesfalls im Goldankauf, wo der Edelmetall-Gehalt nur „erhofft, geraten, vermutet oder geschätzt“ werden kann. Die korrekte Labor-Analyse von Zahngold bedeutet für Sie: Gold, Silber, Platin und Palladium sind die Edelmetalle, die in Zahngold vorhanden sein können und Ihnen dann bei uns auch zum Tages-Schmelzkurs abgerechnet werden.

Hier weitere Informationen über Zahngold und Dentallegierungen.

Achtung Zahnarztpraxen – Betrügerische Aufkäufer unterwegs!

Betruegerunterwegs

Achtung Zahnarztpraxen – Betrügerische Aufkäufer unterwegs!

Gerade bekommen wir von einer Praxis die Mitteilung, dass sich ein angeblicher Mitarbeiter unserer Firma „Aurum Edelmetalle und Recycling GmbH“ telefonisch in der Praxis gemeldet hat. Er sei sowieso gerade in der Nähe und könne das vorhandene Zahngold mitnehmen, zur Aufarbeitung…

Die Zahnarztpraxis kennt unser Unternehmen gut und schaltete richtig.  Die Nachfrage bei uns bestätigte die Vermutung des Zahnarztes – ein Betrugsversuch!

Sehr geehrte Praxisteams!

Wir senden niemals unaufgefordert Mitarbeiter zu Ihnen, die ohne Ihren Auftrag Material bei Ihnen abholen sollen! Wenn sich bei Ihnen Mitarbeiter bekannter Unternehmen wie Aurum Edelmetalle u.R. GmbH oder der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt GmbH vorstellen, dürfen Sie davon ausgehen, dass Betrüger mit einer Variante des „Enkeltricks” versuchen, Sie hinters Licht zu führen.

Keine Mitgabe wertvoller Edelmetallscheidgüter an reisende Aufkäufer!  Wenn diese vorgeben, im Auftrag der Fa. XY zu kommen, rufen Sie dort an und fragen nach.

Bitte geben Sie solchen Menschen kein Material in die Hand. Es wird ganz sicher nicht korrekt mit Ihnen abgerechnet, sondern verschwindet in zweifelhaften Kanälen. Auch wenn gleich pauschal Geld gezahlt wird ist Vorsicht geboten. Pauschalankäufe sind immer extrem zu Ihrem Nachteil kalkuliert.  Vielleicht prüft der Besucher auch nur, ob Zahngold oder ein Praxislabor vorhanden ist,  um zu einem späteren Zeitpunkt zum Einbruch oder Raub zurück zu kehren!

Wir  haben den betreffenden Fall der Kriminalpolizei gemeldet, da das hier angewendete Verfahren sicher dem Betrug zuzurechnen ist. Für welches  „Unternehmen“ der angebliche Mitarbeiter tätig ist, wird zur Zeit geklärt.

VARIANTE 2

Eine weitere Masche unseriöser Goldaufkäufer läuft folgendermassen: Die Chefs der Drücker beauftragen gleich ein Kurier-Unternehmen, das eine Abholung vornehmen soll, von der Sie nichts wissen. Die Praxismitarbeiterin wird quasi von den „scheinbar abgesprochenen Fakten“ und dem in Eile drückenden Versandboten überrascht und gedrängt, schnell das angeblich vom Chef zur Abholung beauftragte vorhandene Zahngold einzupacken und mitzugeben. Das funktioniert wohl häufig. Damit ist es dann um die wahren Werte des Materials geschehen. Gutgläubige Zahnarztassisteninnen fallen darauf herein, weil der oder die Kurier-Fahrer/in darauf bestehen, doch einen gültigen Auftrag zu haben.

Auch dies läuft wohl erfolgreich:  Der/die Kurierfahrer/in droht, dass man zur Abholung beauftragt sei und dafür ein Paket erhalten müsse. Nach Abweisung kommt der/die Bote/in sogar nochmals in die Praxis zurück, um der Praxis-Mitarbeiterin ein Handy zum Gespräch mit dem angeblichen Auftraggeber zu übergeben. Der angebliche Auftraggeber besteht dann telefonisch nachdrücklich auf Einhaltung der Abholbeauftragung, das Material müsse nun mitgegeben werden, sonst würden die Kosten in Rechnung gestellt….