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Lightbox Modeschmuck mit synthetischen Diamanten

Der Diamantproduzent De Beers wird in Zukunft auch synthetische Diamanten verkaufen. Im Interview mit Rapaport spricht der CEO des größten Diamantverkäufers der Welt über die neue Schmuckkollektion aus dem Labor. ...weiterlesen "De Beers bringt synthetische Diamanten auf den Markt"

Einer der größten Diamanten der Welt wurde für 40 Millionen US-Dollar verkauft. Der "Lesotho Legend" wurde im Januar in den afrikanischen Maluti-Bergen gefunden. ...weiterlesen "Riesen-Diamant „Lesotho Legend“ für 40 Millionen Dollar verkauft"

Im von Südafrika umschlossenen Lesotho wurde einer der größten Diamanten der Welt entdeckt. Der Riesen-Diamant soll 182 Gramm beziehungsweise 910 Karat schwer sein. ...weiterlesen "Lesotho: Neuer Riesen-Diamant entdeckt"

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Das Kaufinteresse am Diamantenmarkt ist rückläufig und bereitet Sorgen. Ein weiterer Report zeigt auf, dass Diamanten nicht mehr die Priorität vergangener Tage vorweist. ...weiterlesen "Diamantenmarkt in der Krise"

Im Frühjahr wurde bekannt, dass in Sierra Leone ein Diamant mit 709 Karat gefunden wurde. In der Rangliste der größten jemals gefundenen Diamanten belegt der Stein den 14. Rang. Nun wird er im Dezember versteigert. Der zum „Peace Diamond“ getaufte Stein soll vor allem den Armen des Landes zu Gute kommen. ...weiterlesen "„Peace Diamond“: 709 Karat für die Armen in Sierra Leone"

Ein vermeintlich falscher Diamantring entpuppt sich als 26-Karat-Ring im Wert von hunderttausenden US-Dollar und wird zur Auktion gestellt. ...weiterlesen "26-Karat-Diamantring für 13 $ gekauft – Diamantmarkt von Millennials bedroht"

...weiterlesen "Geld in Diamanten anlegen? Lieber nicht…"

Lockpreise beim Altgoldankauf  45,00 Euro pro Gramm-  ein gutes Angebot?

Die obige Frage möchten wir im folgenden Blog Lockpreise beim Altgoldankauf für Sie etwas genauer beleuchten:

Der starke Preisdruck zwingt Goldaufkäufer zu sogenannten Lockpreisen, damit man sie zumindest über den hohen Preis ansteuert. Deshalb findet man solche Angebote häufig in der Tagespresse. Was ist davon zu halten?

Unser Blog - Lockpreise beim Altgoldankauf - erklärt Ihnen wie Juweliere kalkulieren. In der Regel wird Schmuck, vor allem hochwertiger Schmuck, mindestens zum 3-fachen des Einstandspreises verkauft. Somit erhält der Juwelier eine Mindestmarge von 30-50%, nach Abzug aller Kostenkomponenten wie der Mehrwertsteuer, der Marketing-, Lagerhaltungs-, Miet-und Personal-Aufwendungen. Berücksichtigt werden muss dazu nicht nur die Kostensituation z.B. in den Innenstädten, sondern auch die Liegezeit von hochwertigem Schmuck. Dieser "dreht" sich nämlich nicht wie Butter und Brot, sondern bleibt gern für einige Jahre im Bestand des Juweliers. Eine ähnliche Kalkulationsmarge wäre natürlich auch für "gebrauchten" Schmuck eigentlich erforderlich!

Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Privatkunden von den Ankaufspreisen für tadellos erhaltenen Schmuck enttäuscht sind. Denn häufig ergibt sich dann ein Ankaufspreis, der nur geringfügig oder nach Abzug von Gebühren sogar knapp unter dem Materialwert liegen kann. Viele Ebay-Händler geben z.B. Schmuck, der zwar in Ordnung ist, aber aufgrund seiner Machart keinen Verkaufspreis über dem Materialwert ergeben wird, gerne schon zur Scheideanstalt. Dort gibt es den Materialpreis dann schneller und ohne Gebührenabzug, also ohne aufwendige Fotos, Einstellgebühren und Versandzeiten.

  • Was ist eigentlich "wiederverkäuflicher" Schmuck? Muss er heil und selten getragen sein? Muss er von einer Luxusmarke sein?
  • Wie bemisst sich der Preis im Verkauf von Schmuck überhaupt? Wie wird Schmuck im Einzelhandel kalkuliert?
  • Sind 45,00 Euro pro Gramm dann wirklich ein gutes Angebot?
  • Welche Wege für die Verwertung von tragbarem Schmuck gibt es sonst noch?

Wiederverkäuflicher Schmuck ist immer:

  • Sofort tragbar - Das heisst, unbeschädigt, sauber, ohne Kratzer, Dellen, fehlende Steine, etc.
  • Vom Stil her passend -  Entweder modern genug, um sofort in eine Juweliersauslage zu kommen
  • Oder alt und besonders genug -  Als Antiquität handelbar (mind. 80 Jahre).
  • Von einer Luxusmarke -  Alle vorgenannten Argumente fallen zurück, wenn es sich um ein besonders schönes oder seltenes Stück handelt, das mit einem berühmten Namen verbunden ist. Also Luxusmarken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, Piaget, Chaumet, etc. .
  • Besonders durch eine anderweitig berühmte Herkunft - Z.B. ein individuelles Stück eines bekannten Schmuckkünstlers. Auch ein bekannter oder berühmter Vorbesitzer kann ein Stück zum Sammlerstück machen: Denken Sie an den profanen Golf II, der dem späteren Pabst gehörte und für viel Geld über Ebay seinen Besitzer wechselte.

Treffen diese Kriterien zu, hat man als Verkäufer ein hochwertiges Stück, das mehr einbringen sollte, als zum Materialwert in seine Einzelteile zerlegt. Aber wieviel kann man dann tatsächlich erhalten?

Gut gehen im Gebrauchtmarkt seltene Uhren oder Antiquitäten aus Schmuck bestimmter Epochen oder Sammelgebiete (zur Zeit u.a. Art Deco, Antike, Edwardianisches, Viktorianisches). Modernes muss am besten einen berühmten Namen tragen. Leider wandelt sich dieser Bereich ebenso stetig wie die Mode. Deshalb ändert sich auch die Bewertung und Verkäuflichkeit mit dem Zeitgeschmack. Gut nachvollziehen lässt sich das auch für den Privatkunden bei Auktionen, wenn man sich die Ergebnislisten über verschiedene Jahre ansieht.

Beispiel-Rechnungen für hochwertige, gebrauchte Schmuckstücke:

Unser Blog zum Lockpreise beim Goldankauf für Schmuck soll hier zeigen, daß eine Verwertung von den hier beschriebenen Schmuckgütern nicht zum Grammpreis erfolgen sollte, sondern nach einem reell zu erzielenden Vermarktungspreis für das gesamte Stück. Die von verschiedenen Ankäufern beworbenen 45,00 Euro pro Gramm ergeben nämlich vor allem bei Diamantschmuck unter Umständen extrem ungünstige Verkaufspreise. Dazu lässt sich folgende Beispielrechnung aufstellen:

Lockpreise beim Altgoldankauf Weissgold-750-Diamantring-0,50ct-Solitaer
Lockpreise beim Goldankauf Weissgold-750-Diamantring-0,50ct-Solitaer

1 Ring, 750er Gold, 8 Gramm schwer, besetzt mit einem 0,50 ct. schweren Brillanten, z.B. wie im Foto abgebildet

8x 45,00 Euro ergeben: 360,00 Euro. Das Gold zum Goldwert im Januar 2016 (ca. 32,00 Euro/Gramm) bringt allein jedoch schon: 192,00 Euro. Der Diamant ist also bewertet mit mageren 168,00 Euro. Das scheint etwas ungerecht, selbst wenn die Qualität des Steines nicht bekannt ist. Dieser Preis wäre nur gerechtfertigt, wenn der Stein viele Einschlüsse und zusätzlich noch eine mäßige Farbe oder weitere Mängel hat. Sobald der Stein von mittlerer bis besserer Qualität ist, erzielt er schon im Großhandel ein Vielfaches des angebotenen Preises.

 

Ein anderes Beispiel, wieder ein Ring, 750 Weissgold, 8 Gramm schwer, besetzt mit 1,0 ct. an kleinen Brillanten, von 0,01-0,03ct. pro Einzelstein. Wieder enthält der Gesamtpreis den Anteil an Gold von 192,00 Euro. Jedoch sind die kleinen Brillanten viel weniger wert als ein Solitärstein gleichen Gewichts.

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Lockpreise beim Altgoldankauf Weissgold-750-Diamantring-0,50ct-Solitaer

Hier kommt es auf die Verarbeitung an: Möchte ein anderer Kunde diesen Ring gern tragen? Ja? Dann wird ein solcher Ring nicht unter 1.100-1.500 Euro im Einzelhandel verkauft werden. Auch hier kommt der Privatkunde mit den erzielten 360,00 Euro eher schlecht weg.  Wir sind plötzlich bei einer Juweliers-Kalkulation. Und dies macht auch den höheren Gramm-Preis unattraktiv, wenn man die Hintergründe kennt.

Welcher Weg ist der beste, um hochwertigen Schmuck zu verkaufen?

Online-Auktionen wie bei Ebay:

Privatkunden können einem schlechten Verkaufspreis nur entgehen, wenn sie den Verkauf selbst in die Hand nehmen und z.B. bei Ebay anbieten - leider mit allen Risiken und Mühen, die dieser Vertriebsweg mit sich bringt. Gute Fotos und eine wahrheitsgemäße Beschreibung führen dann vielleicht zum erhofften Erlös. Sie tragen dabei das geschäftliche Risiko. Wir beobachten aus beruflichem Interesse diverse Schmuckauktionen bei Ebay und können Ihnen sagen, dass bestimmte Stücke selbst nach ein oder zwei Jahren wieder auftauchen, entweder beim gleichen oder bei einem anderen Händler. Viele hochpreisige Artikel werden dort auch angeboten, ohne überhaupt auf einen Verkauf zu hoffen. Sie dienen nur dazu, das sichtbare Preisniveau hochzuhalten. Hochwertiger Schmuck setzt sich bei hohen Preisen lange nicht so schnell um, wie das von unerfahrenden Verkäufern erwartet wird. Auktionen einzelner Stücke können wir ohne weiteres für ein bis zwei Jahre immer wieder beobachten. Selbst wenn die angegebenen Mindestpreise völlig gerechtfertigt sind, wollen Ebay-Käufer ein Schnäppchen machen und beissen auch bei sehr schönen, seltenen Stücken nicht so schnell an. Immerhin haben Sie ein großes Publikum, dem Sie Ihren Schmuck vorstellen können. Das Risiko des Zahlungsausfalls einer Paypal-Zahlung und mögliche Streitigkeiten über den Zustand des Stückes sind nicht ungewöhnlich, gerade bei höheren Werten. Ca. 10% Kosten für Ebay und den Zahlungsweg mit Paypal müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Die Wünsche für den Verkäufer, einen hohen Preis in Verbindung mit einer schnellen Vergütung zu erzielen, erfüllen sich deshalb auch über den Online-Weg nicht immer.

Traditionelle Auktionen - offline

Der Weg zum Endverbraucher kann etwas sicherer auch über ein traditionelles Auktionshaus genutzt werden. Hier muss die Gebührenseite genau im Auge behalten werden. Schmuck, der nicht den gewünschten Aufruf-Preis erzielt, könnte sonst abzüglich der Gebühren auch unter Wert verauktioniert werden. Ein besonders krasses Beispiel ist mir aus dem Jahr 2010 in Erinnerung geblieben: ein massiv goldenes Teetässchen mit Untertasse, seltenes, aus 750 Gold gefertigtes Dekoobjekt, wurde nach vergeblichem Aufruf ohne Interesse an einen Kunden gegeben, der bei immer weiter heruntergesetztem Aufruf-Preis schließlich bei 350,00 Euro zugeschlagen hatte. Das Tässchen brachte allein an Materialwert ca.7.500 Euro ein. So etwas lässt sich als Kunde nur wirksam verhindern, wenn man dem Auktionator klare Mindestpreise an die Hand gibt, an die sich gehalten werden muss. Wird mit dem Mindestpreis jedoch zu hoch gepokert, verursacht dies Gebühren, die bei einem Nicht-Verkauf vergeblich gezahlt werden müssen. Ohnehin lässt sich ein Auktionshaus jeden einzelnen Handschlag bezahlen: es werden Gebühren für die Fotos anfallen, ebenso wie für das Vorstellen des Stückes bei der eigentlichen Auktion. Sollte der Sachverständige das Stück zu einem geringeren Preis, als von Ihnen gewünscht, in die Auktion nehmen, und Sie wollen zurück treten, so müssen ebenso Gebühren bezahlt werden. Auch die Zeit spielt eine Rolle: häufig finden nur alle paar Monate interessante Auktionen statt, an denen Ihre Stücke teilnehmen können. So besonders schnell kommen Sie deshalb nicht an Ihr Geld.

Kommissionsgeschäfte bei Juwelieren oder bei der NES Scheideanstalt - Vertriebswege offline und online nutzen

Diese Möglichkeiten bieten Kommissionsgeschäfte, die Juweliere oder auch die NES vornehmen: Verkauft wird erst nach Rücksprache und einem mit dem Kunden festgelegten Mindestpreis. Dann wird eine erfolgsabhängige Provision gezahlt. Damit tritt man in Konkurrenz mit den Juweliergeschäften und wartet dementsprechend auch länger auf Kundschaft. Ein Beispiel für eine solche Webseite bietet unsere Seite AARPP.de, wo Sie auch einen Blick auf einen Kommissionsvertrag für Schmuck werfen können. Ihr Vorteil ist die gute Sichtbarkeit Ihres Schmucks: einerseits offline an Händler oder Interessenten, die im Geschäft vorbei kommen, aber auch online über Webseiten des Geschäftes.

Bei den Wegen über ein traditionelles Auktionshaus ebenso wie beim Kommissionsgeschäft über Dienstleister wie die Norddeutsche Edelmetall ist es gute Geschäftsgepflogenheit, die Schmuckstücke vor dem Angebot ausführlich zu begutachten und zu bewerten. Somit haben der Verkäufer ebenso wie der Käufer die Gewissheit, ein echtes Stück mit den im Angebot zugesicherten Eigenschaften zu besitzen. Dies allein ist für Laien, die ein Schmuckstück nicht selbst bewerten können, eine große Hilfe.

Wenn Ihnen unser Blog zu Lockpreise beim Goldankauf Schmuck gefallen hat teilen Sie ihn oder schreiben uns Ihre persönlichen Erfahrungen dazu.

 

 

Diamantpreise - Preisentwicklung zeigt nach unten

Die gute Nachricht vorab:

  • Höhere Diamantqualitäten, die eine GIA Farbgraduierung von D-I und eine Reinheit von Si1 oder besser haben, sind nur von sehr kleinen Wertverlusten betroffen. Das bezieht sich auch auf Brillanten mit Gewichten von 1,5 - 5 ct.
  • Unsere Ware ist bereits polierte Ware bzw. stammt aus zweiter Hand. Immer mehr Händler werden sich für solche Quellen interessieren. Damit sind wir an einer Schlüsselposition, um an den Großhandel zu verkaufen und noch immer in einem guten Wettbewerb mit attraktivem Preisgefüge.
  • Unsere Diamantgutachter bleiben am Thema und beobachten weiterhin den Markt. Sie stehen Ihnen für alle Fragen gern zur Verfügung.

Unsere Diamantgutachter berichten zur aktuellen Preisentwicklung:

Seit Anfang des Jahres berichten alle Diamant-Branchen dass die Händler auf hohen Lagerbeständen sitzen und teilweise verkaufen müssen.

David Rapaport,  Herausgeber der Rapaport Diamantpreise, appellierte  an alle Marktteilnehmer, keine vorzeitigen Lagerverkäufe von polierter Ware (verkaufsfähigen Brillanten) vorzunehmen und darauf zu achten, dass Rohdiamanten bis zum Verkauf für den Schmuckmarkt zu adäquaten Preisen gehandelt werden.

Teilweise wurden Rohdiamanten aus den Minenbetrieben nicht mehr abgenommen, weil die Lagerbestände zu hoch waren. Wir beobachten einen gewissen Preisverfall bei den Sonderschliffen für Diamant, also für Prinzess-, Marquise-, Oval-, Smaragd- oder Birnenschliff-Formen.

Auch bei den runden, also den Brillantschliffen, setzte eine Preisreduktion ein, insbesondere bei den schwächeren Qualitäten. Es wird  mit einem Preisverfall von ca. 20% in den nächsten Monaten gerechnet. Das führt außerdem noch dazu, dass Händler ein Überangebot an Steinen haben, die sie zu höheren Preisen eingekauft haben.

Was bedeutet das konkret ?

  • Es kann bedeuten, dass Händler bei internationalen Auktionen, an denen auch wir die Steine unserer Kunden zum Gebot einstellen, niedrigere Gebote abgeben werden, weil sie noch nicht wissen, wohin sich die Bodenbildung bei den Diamantpreisen bewegt. Es kann durchaus einige Monate dauern, bis sich das Preisniveau der Diamantpreise eingependelt hat.
  • Das bedeutet auch niedrigere Preise für Kunden, die innerhalb der letzten 5-8 Jahre gekauft haben. Gekoppelt mit den niedrigeren Preisen für Gold und Platin ergeben sich insgesamt geringere Preise bei gebrauchtem Schmuck.
  • Sollten Sie Preisangebote vor einigen Wochen oder Monaten erhalten haben, empfehlen wir Ihnen, sich eine erneute Schätzung Ihrer Stücke einzuholen.

Wir finden, Sie sollten über Diamantpreise Bescheid wissen

Eines unserer Hauptargumente für den Edelmetall-und Diamanthandel ist Transparenz.  Wir bemühen uns, Ihnen  Schwierigkeiten der Märkte offen darzulegen weil wir Sie nicht enttäuschen wollen.

Mit unser entscheiden Sie gut informiert, wie und zu welchen Bedingungen Sie Ihre Werte verkaufen.

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Altgold, Bruchgold und auch Zahngold enthält recycelbare Edelmetalle. Eine Rückgewinnung lohnt sich: auch für Privatleute! Solche Metallreste gehen den Weg in eine Scheideanstalt, die aus den verschiedenen Legierungen mit unedlen Metallen die Edelmetalle wieder herauslöst und zu Feinmetallen weiter verarbeitet.

edelmetall-gekraetz
edelmetall-gekraetz

Die Gewinnung solcher Feinmetalle durch das Edelmetall-Recycling  ist aktiver Umweltschutz, an dem die Kunden von  Scheideanstalten direkten Anteil haben: Jedes Gramm Edelmetall, das in einer Scheideanstalt wieder dem Wertkreislauf zugeführt wird, bringt einen direkten Nutzen für die Umwelt. Denn eine Förderung aus den Minen dieser Welt bedingt einen enorm hohen Preis für die Umwelt und die Menschen in den Ländern, wo nach diesen wertvollen Metallen geschürft wird. Pro Gramm Gold z.B. wird ca. 1 Tonne Erde bewegt, also herausgerissen, zerkleinert, mit Zyanid oder Quecksilber gelöst und anschliessend abgelagert. Dabei entsteht nicht nur giftiger Abraum, sondern auch Gesundheitsschäden bei den dort lebenden Menschen.

Schmuckhersteller und andere Edelmetall-Verbraucher aus der Industrie kaufen zum börsennahen Preis das Rohmaterial von Scheideanstalten an und können auf diese Weise den Raubbau an der Natur reduzieren. Es gibt inzwischen sogar Schmuckhersteller, die ganz auf Edelmetalle aus Recycling setzen und damit ein besonderes Bewusstsein für unsere Erde und die Wertkreisläufe zeigen.

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Edelmetall Recycling ist aktiver Umweltschutz Platinhaltiges Material
Platinhaltiges Material

Auch als Verbraucher oder Privatverkäufer kann man sich entscheiden, ungetragenen Schmuck, Altgold, Zahngold oder auch ungenutztes Tafelsilber zurück in den Kreislauf zu geben. Nicht nur Notsituationen, in denen man auf das Geld aus so einem Verkauf angewiesen ist, sondern auch die Idee der Wiederverwertung kann Grund für den Verkauf von Privat sein: Solches Rohmaterial zu liefern für neue, schöne Dinge, deren Herstellung nicht auf den Raubbau an der Natur angewiesen ist. Das ist fast so wie das Wegtragen der Glasflaschen und Blechdosen zum Sammelcontainer, nur daß man auch als Privatmensch am Erlös aus den Rohstoffen beteiligt wird. Und das ist eine schöne Belohnung einer guten, umweltbewussten Tat.

 

Das gleiche Prinzip gilt bei der NES übrigens auch für Diamanten: Auch Diamanten aus altem, ungeliebten Schmuck lassen sich reinigen, aufpolieren und wiederverwenden. Teilweise lohnt sich auch ein Umschleifen. Bisher ist die Recyclingquote von Diamanten sehr gering. Sie liegt bei ca. 5% des Gesamtaufkommens pro Jahr. Die Umweltzerstörungen durch die Minenbetriebe sind aber ganz ähnlich. Auch hier werden Verbraucher immer kritischer und hinterfragen die Herkunft ihrer Schmuckstücke. Das hat dazu geführt, dass der sogenannte Kimberly-Prozess den Zugang zum Diamantenmarkt regeln soll. Es ist sicher ein gutes Gefühl, einen "gebrauchten" Stein aus ethisch einwandfreier Herkunft zu tragen, als womöglich ein Kartell von Bürgerkriegsgewinnlern und Milizbaronen bei Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen. Aber auch Recycling-Diamanten erfüllen die Voraussetzungen für den ethischen Handel mit den wertvollen Steinchen. Wir arbeiten daran, diesen Anteil weiter auszubauen.

Edelmetall-Recycling ist aktiver Umweltschutz

Kleine Diamanten - welchen Wert haben sie?Kleine Diamanten - Welchen Wert haben kleine Steine im Schmuck?

Wir haben diese Frage über unser Kontaktformular erhalten:

"Ich habe eine Frage, wie es sich mit Ringen verhält, in die Diamanten eingearbeitet sind bzw. handelt es sich um einen sehr kleinen, den einer meiner Ringe aufweist.
Kann man diesen dennoch einschicken oder bekommt man den Diamanten nur ab einer bestimmten Größe vergütet ?
Wenn ich messe komme ich bei dem einen Ring auf genau 1mm und bei dem anderen auf minimal über 1 mm !
Frage für den Fall wäre dann noch bekommt man überhaupt irgendwo etwas für so kleine Diamanten oder macht es dann einfach mehr Sinn ihn komplett an Sie abzugeben ?
Danke für Ihre Auskunft und schöne Grüße..."

Unsere Anwort hierauf:

Sehr geehrte Frau ...,

Ihre Steine haben einen kleineren Wert, als die erbrachte Arbeitsleistung des Goldschmiedes, der sie in den Ring einsetzte.

Beim Brillantschliff kann man vom Durchmesser auf das Gewicht schliessen, sodass Ihre Steine bei 0,01 - 0,02 ct. liegen sollten. Diese Steine werden als Milléware mit Preisen von unter 5,00 Euro pro Stück gehandelt. Vergleicht man Gold- und Diamantgewicht miteinander, haben geschliffene Diamanten je nach Größe einen Wert, der den des Goldes um ein vielfaches  übersteigen kann.

Die Preise für  Diamanten steigen exponentiell, je größer und makelloser der Stein ist. Große Steine haben schnell einen Wert, der weit über dem Wert des verwendeten Metalls liegt. Bei einer Materialverwertung wird nach dem vorhandenen Gewicht abgerechnet. Preise für kleine Diamanten liegen in einem kleinen Rahmen.

Selbstverständlich werden auch solche Steine, wenn gewünscht, bei uns in der Vergütung berücksichtigt, sofern sie einen erneuten Handelswert erwarten lassen. Der von Ihnen angefragte Handelswert erscheint allein aufgrund der benannten Steingrössen als gering.

Ich würde mich freuen, wenn Sie diese Auskunft nicht zu sehr enttäuscht. Allerdings bieten wir für Steine ohne relevanten Handelswert immer an, sie unseren Kunden wieder zurückzuliefern. Sie lassen sich vielleicht bei einem anderen Schmuckstück nochmals verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Torbeck
Sachverständige für Edelmetall-Analytik - Diamant-Gutachterin

"Sehr geehrte Frau Torbeck

vielen Dank erstmal für Ihre wirklich sehr ausführliche Antwort.
Also verstehe ich das richtig,das sie eigentlich eher empfehlen würden,die Steine selbst zu behalten,um sie evtl.später nochmals zu nutzen?
Die Ankaufswerte der sehr kleinen Grösse sind ja gering,aber wenn ich sie behalte,haben  sie dann einen sehr viel größeren Wert?
( bzw wenn ich ein Schmuckstück planen würde und einen Stein in der Grösse einsetzen möchte,was zahlt man dann in etwa dafür ? )
Fällt für das raustrennen aus einem Schmuckstück noch eine Gebühr zusätzlich an ?
Vielen Dank für Ihre Mühe und schöne Grüße aus ...,"

Sehr geehrte Frau ...,

immer, wenn Sie Steine neu kaufen wollen, treffen Sie die vollen Handelsmargen zuzügl. MwSt.
Diamanten sind, anders als Feingold zur Geldanlage, ein Einzelhandelsgut, das mit den üblichen Aufschlägen von 150-300% oder sogar weit darüber gehandelt wird. Kommen sehr kleine Größen in den Verkauf, sind diese also überproportional teurer. Ein Stein von 0,05ct. kostet so ohne Weiteres einzeln verpackt, zertifiziert und versendet um die 80-100 Euro im Einzelhandel.

Das ist das gleiche Prinzip wie bei Mehl oder Zucker. Wenn Sie als Bäckerei 2 Tonnen Mehl bestellen, erwarten Sie einen anderen Preis als für 500g im Supermarkt. Deshalb ist es in jedem Fall günstiger, die Steine zu behalten, wenn Sie eine Idee haben, was damit noch gemacht werden soll. Gerade bei Diamant kann ein Reparatur-Stein in einem anderen Schmuckstück nötig sein oder zusätzlich damit verziert werden. Was Sie haben, müssen Sie nicht kaufen. Achten Sie nur darauf, einen Goldschmied zu beauftragen. Ein Juwelier kann so etwas nicht.

Wenn Sie keine Verwendung dafür haben, können Sie die Steine natürlich auch vergüten lassen. Alle Möglichkeiten sind Ihnen überlassen. Die Entfassungsgebühr beträgt für 200g Schmuck insgesamt 10,00 Euro. Das sind die Steine immer wert, falls Sie sie verwenden wollen. Wenn Sie schon wissen, dass Sie vermutlich keinen Goldschmied mit einem neuen Schmuckstück beauftragen werden, dann erhalten Sie den Ankaufswert der Diamanten zuzüglich des Goldwertes vergütet.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Torbeck
Sachverständige für Edelmetall-Analytik - Diamant-Gutachterin