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Berliner Goldmünzenraub: Vier Verdächtige verhaftet

Im März 2017 war der spektakuläre Goldmünzenraub aus dem Berliner Bode-Museum in aller Munde. Nun konnte die Berliner Polizei, nachdem sie einige Tage davor noch ein Überwachungsvideo der Tatnacht veröffentlichte, vier Verdächte eines arabischen Clans festnehmen.

Festnahmen nach Goldmünzenraub im März

Die Verdächtigen sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. Drei von ihnen gehören einer arabischen Großfamilie aus Berlin an, dessen Mitglieder bereits für Hehlerei und andere zahlreiche Straftaten bekannt sind. Der vierte Tatverdächtige ist Deutscher und arbeitete seit März als Aufsicht im Berliner Bode-Museum. Es wird davon ausgegangen, dass dieser wichtige Sicherheitsinformationen an die Clan-Mitglieder weitergereicht hat. Auch gegen ihn wurde in der Vergangenheit wegen kleinerer Vergehen wie Kennzeichenbetrug ermittelt.

Die Berliner Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen die riesige "Big Maple Leaf" Gedenkmünze, die von der Royal Canadian Mint im Jahr 2007 ausgestellt wurde, wahrscheinlich nicht mehr im Besitz haben. "Wir gehen davon aus, dass die Münze teilweise oder ganz verkauft wurde", sagte Carsten Pfohl vom Berliner Landeskriminalamt. Jedoch könnten noch Spuren vom Goldmünzenraub an Kleidung oder Autos nachweisbar sein.

Die Staatsanwältin Martina Lamb sagte, dass das Verbrechen auf organisierte Kriminalität zurückzuführen sei. Gegen weitere neun Personen aus dem Umfeld der arabischen Großfamilie wird ermittelt.

Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg

Das Sondereinsatzkommando durchsuchte am Mittwoch 20 Wohnungen und Geschäftsräume, darunter auch ein Berliner Juweliergeschäft in der Sonnenallee. Hier wird vermutet, dass die Münze kurz nach der Tat in Stücke verteilt und veräußert wurde.

Auf der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag gab die Staatsanwaltschaft an, dass einige Tage vor dem Goldmünzenraub bereits erfolglos versucht wurde in das Museum einzudringen - am 17. und am 21. März. In der Nacht zum 27. März 2017 waren die Diebe erfolgreicher. Die Täter klauten dabei am frühen Montagmorgen die 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von über vier Millionen Dollar.

 Die Diebe drangen zwischen 3.20 und 3.45 Uhr mit einer Leiter und Schubkarre durch ein Fenster in das Museum ein und konnten dabei die Alarmanlage umgehen.Wie sie diese ausschalten konnten, wurde damals nicht bekannt. Vermutlich durch Insiderwissen des verdächtigten Aufsehers. Die Leiter wurde später an der naheliegenden S-Bahn gefunden, über dessen Gleise die Täter auch kamen und anschließend flüchteten.

Wert von über vier Millionen Dollar

Beim Diebstahl im Bode-Museum handelt es sich um die bekannte Münze Big Maple Leaf Queen Elizabeth II.. Die Münze mit Nennwert von einer Million Dollar und tatsächlichem Materialwert von umgerechnet 3,7 Millionen Euro hat einen Durchmesser von 53 Zentimeter und eine Dicke von drei Zentimeter.

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