Bargeldabschaffung: Mehrheit der Deutschen ist gegen Kleingeld

Bargeldabschaffung – Einer neuen Studie nach ist die Mehrheit der Deutschen für das Ende von 1- und 2-Cent-Münzen. Gänzlich auf Bares verzichten wollen aber nur 13 Prozent. Auch eine Obergrenze für Bargeldzahlungen soll es laut Umfrage nicht geben.

Die Bargeldabschaffung bleibt auch 2018 ein viel diskutiertes Thema. Eine Studie und Umfrage jagt die nächste. Das Hamburger Marktforschungsunternehmen Splendid Research hat 1.022 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zu ihrer Einstellung zu Bargeld sowie zum Zahlungsverhalten befragt. Ermittelt wurde, dass 58 Prozent der Befragten für die Abschaffung von  1- und 2-Cent-Münzen sind. 2015 lag die Zustimmung von bei 53 Prozent; 2016 bei 57 Prozent. Besonders gewachsen in der Anteil der 60 bis 69-Jährigen. Hauptgründe sind der Platzmangel in der Geldbörse, sowie das Anstehen an der Kasse.

Mehrheit gegen Bargeldabschaffung

Für eine komplette Bargeldabschaffung sind jedoch nur 13 Prozent der Befragten. „Und auch eine Obergrenze für Barzahlungen würde nur von 18 Prozent der Bundesbürger akzeptiert. Der Anteil der Personen, die am liebsten mit Bargeld zahlen, hat im Verhältnis zu 2016 sogar wieder zugenommen. Besonders Lebensmitteleinkäufe bezahlen die Deutschen im Vergleich zum vorletzten Jahr lieber mit Münzen und Scheinen. In Produktkategorien wie Mode, Technik und Wohnen/Einrichten, bei denen oft höhere Beträge auf der Rechnung stehen, wird allerdings häufiger die Girocard, meistens noch als EC-Karte bekannt, präferiert“, so Splendid Research in seiner Pressemeldung.

Weiter: Nahezu jeder Deutsche hat Bargeld im Portemonnaie, im Durchschnitt sind es 67 Euro. Im Vergleich zu 2016 sind das sechs Euro weniger. Den höchsten Betrag an Münzen und Scheinen führen Bundesbürger im Alter von 50 bis 59 Jahren mit sich, hier sind es durchschnittlich 77 Euro. Deutsche im Alter von 18 bis 29 Jahren haben mit 49 Euro am wenigsten in ihrem Geldbeutel. Männer haben im Schnitt 12 Euro mehr Bares und damit rund 73 Euro in ihrem Portemonnaie, Frauen führen nur 61 Euro mit sich. Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone kann sich weiterhin nicht durchsetzen. Über alle Produktkategorien hinweg liegt der Anteil der Personen, die Rechnungen am liebsten mit dem Handy begleichen, unter einem Prozent.

Quelle: Splendid Research

Titelbild: maxpixel

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