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Bargeld bleibt beliebtestes Zahlungsmittel – Kartenzahlung steigt

Einer Studie der Bundesbank nach ist Bargeld weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Doch die Zuneigung sinkt. Besonders die EC-Karte wird immer häufiger genutzt.

Das geht aus der neuesten Studie der Deutschen Bundesbank zum "Zahlungsverhalten in Deutschland 2017" hervor. Für die Studie wurde das Zahlungsverhalten von über 2.000 Nutzern befragt.

Bargeld bleibt beliebt

"Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu", erklärte Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Ingesamt wurden 74 Prozent aller Geschäfte an der Ladenkasse bar bezahlt. 2014 waren es noch 79 Prozent. Vor allem Kleinbetragszahlungen bis fünf Euro werden fast ausschließlich bar bezahlt. Bezogen auf dem Umsatz sank der Anteil der Barzahlungen jedoch erstmals unter 50 Prozent auf 48 Prozent (minus fünf Prozent gegenüber 2014). Bereits 35 Prozent werden mit Karte bezahlt (plus sechs Prozent gegenüber 2014). Zudem stieg erstmals der Umsatz mit kontaktlosen Karten laut Studie auf mehr als ein Prozent.

88 Prozent der Befragten wollen auch in Zukunft mit Bargeld bezahlen können. Eine Abschaffung oder Einschränkung des Bargelds wird abgelehnt. Das zeigt sich auch in dem seit rund zehn Jahren relativ konstanten Bargeldbestand im Portemonnaie: Im Durchschnitt haben Privatpersonen 107 Euro in bar bei sich, davon knapp über sechs Euro in Münzen.

Internetbezahlverfahren etabliert

Internetbezahlverfahren haben sich mit einem Anteil von knapp 4 Prozent am Gesamtumsatz inzwischen etabliert. Werden nur die Einkäufe im Onlinehandel betrachtet, liegt der Anteil bei 58 Prozent des Umsatzes. Das Bezahlen mit dem Smartphone spielt weiterhin eine geringe Rolle. Allerdings haben schon fünf Prozent der Befragten Apps zum Versenden oder Empfangen von Geld ohne die Eingabe einer  genutzt, obwohl sie erst im vergangenen Jahr in größerem Umfang eingeführt wurden.

Potenzial für Veränderung

Trotz hoher Zufriedenheit mit dem bestehenden Angebot an Bezahlverfahren wünscht sich ein Teil der Befragten weitere Veränderungen: 38 Prozent der Befragten geben an, dass es zu lange dauere, bis Überweisungen auf dem Konto gutgeschrieben seien. "Mit der Einführung von Echtzeitzahlungen in Euro – auch Instant Payment genannt – können Kreditinstitute seit November 2017 Apps anbieten, die eine Überweisung von Smartphone zu Smartphone mit sofortiger Abwicklung möglich machen", sagte Thiele. 15 Prozent der Befragten können sich beispielsweise vorstellen, ihr Konto bei einem Internetanbieter statt bei einer Geschäfts- oder Direktbank zu führen.

Quelle: Deutsche Bundesbank

Titelbild: maxpixel

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