Die deutsche Wirtschaft wächst immer stärker. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert und führte somit zum Staatsüberschuss von 38,4 Milliarden Euro.

Die gute Konjunktur der letzten Jahre führt sich fort. Das BIP wuchs im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent. 2016 waren es 1,9 Prozent und 2015 1,7 Prozent. Laut dem Statistischen Bundesamt ist deutsche Wirtschaft damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Beigetragen haben die wachsenden Konsumausgaben – privat und staatlich. Die deutschen Exporte wuchsen und es wurde mehr investiert. Auch die historisch gute Lage auf dem Arbeitsmarkt trug ihren Teil bei. Im Jahresschnitt gab es 44,3 Millionen Erwerbstätige. „Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638 000 Personen oder 1,5 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus.“, so das Statistische Bundesamt.

Deutsche Wirtschaft führt zu Staatsüberschuss

Die wachsende deutsche Wirtschaft sorgte 2017 für volle Regierungskassen. Der Staat sparte 2017 38,4 Milliarden Euro. Das bedeutet einen positiven Haushaltsüberschuss im vierten Jahr in Folge. Laut zeit.de erzielte die „Große Koalition damit den höchsten Staatsüberschuss der Geschichte der Bundesrepublik.“ Das Ergebnis der knapp 40 Milliarden Euro entspricht 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Laut Zeit liegt Deutschland damit an der Spitze in der Eurozone. Florian Hense von der Berenberg Bank sieht laut spiegel.de einen anhaltenden Aufschwung. „Der Arbeitsmarkt verbessert sich weiter, wenn auch nicht mehr ganz so stark. Dafür dürften die Löhne stärker zulegen als in den vergangenen Jahren.“

Die Prognosen für das aktuelle Jahr sind positiv gestimmt, dass das Ergebnis ähnlich gut ausfallen wird. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)wird konkret und erwartet für 2018 einen erneutes Wachstum um 2,25 Prozent.

Dennoch mahnt das Handelsblatt, sich nicht zu sehr auf die Exporte zu verlassen. Die Konsumausgaben und die Investitionen sollten höher steigen als die deutsche Produktion. Im Falle eines deutlich steigenden Euro oder dem Zusammenbruch der Eurozone wäre die starke deutsche Wirtschaft Nachbarländern ein Dorn im Auge. Auch der BDI warnt vor „internationaler Unsicherheit„.

Die neue Regierung sollte bei allen guten Prognosen nicht in Selbstgefälligkeit geraten, denn gute Wirtschaftszahlen sind kein Selbstläufer. Die zukünftige Regierung muss die Zukunft und den inländischen Markt mit gestalten und den Unternehmen eine stabile Plattform zum nationalen Wachstum und internationalen Wettbewerb bieten.

(Titelbild: maxpixel)

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