Achtung Zahnarztpraxen – Betrügerische Aufkäufer unterwegs!

Gerade bekommen wir von einer Praxis die Mitteilung, dass sich ein angeblicher Mitarbeiter unserer Firma „Aurum Edelmetalle und Recycling GmbH“ telefonisch in der Praxis gemeldet hat. Er sei sowieso gerade in der Nähe und könne das vorhandene Zahngold mitnehmen, zur Aufarbeitung…

Die Zahnarztpraxis kennt unser Unternehmen gut und schaltete richtig.  Die Nachfrage bei uns bestätigte die Vermutung des Zahnarztes – ein Betrugsversuch!

Sehr geehrte Praxisteams!

Wir senden niemals unaufgefordert Mitarbeiter zu Ihnen, die ohne Ihren Auftrag Material bei Ihnen abholen sollen! Wenn sich bei Ihnen Mitarbeiter bekannter Unternehmen wie Aurum Edelmetalle u.R. GmbH oder der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt GmbH vorstellen, dürfen Sie davon ausgehen, dass Betrüger mit einer Variante des „Enkeltricks” versuchen, Sie hinters Licht zu führen.

Keine Mitgabe wertvoller Edelmetallscheidgüter an reisende Aufkäufer!  Wenn diese vorgeben, im Auftrag der Fa. XY zu kommen, rufen Sie dort an und fragen nach.

Bitte geben Sie solchen Menschen kein Material in die Hand. Es wird ganz sicher nicht korrekt mit Ihnen abgerechnet, sondern verschwindet in zweifelhaften Kanälen. Auch wenn gleich pauschal Geld gezahlt wird ist Vorsicht geboten. Pauschalankäufe sind immer extrem zu Ihrem Nachteil kalkuliert.  Vielleicht prüft der Besucher auch nur, ob Zahngold oder ein Praxislabor vorhanden ist,  um zu einem späteren Zeitpunkt zum Einbruch oder Raub zurück zu kehren!

Wir  haben den betreffenden Fall der Kriminalpolizei gemeldet, da das hier angewendete Verfahren sicher dem Betrug zuzurechnen ist. Für welches  „Unternehmen“ der angebliche Mitarbeiter tätig ist, wird zur Zeit geklärt.

VARIANTE 2

Eine weitere Masche unseriöser Goldaufkäufer läuft folgendermassen: Die Chefs der Drücker beauftragen gleich ein Kurier-Unternehmen, das eine Abholung vornehmen soll, von der Sie nichts wissen. Die Praxismitarbeiterin wird quasi von den „scheinbar abgesprochenen Fakten“ und dem in Eile drückenden Versandboten überrascht und gedrängt, schnell das angeblich vom Chef zur Abholung beauftragte vorhandene Zahngold einzupacken und mitzugeben. Das funktioniert wohl häufig. Damit ist es dann um die wahren Werte des Materials geschehen. Gutgläubige Zahnarztassisteninnen fallen darauf herein, weil der oder die Kurier-Fahrer/in darauf bestehen, doch einen gültigen Auftrag zu haben.

Auch dies läuft wohl erfolgreich:  Der/die Kurierfahrer/in droht, dass man zur Abholung beauftragt sei und dafür ein Paket erhalten müsse. Nach Abweisung kommt der/die Bote/in sogar nochmals in die Praxis zurück, um der Praxis-Mitarbeiterin ein Handy zum Gespräch mit dem angeblichen Auftraggeber zu übergeben. Der angebliche Auftraggeber besteht dann telefonisch nachdrücklich auf Einhaltung der Abholbeauftragung, das Material müsse nun mitgegeben werden, sonst würden die Kosten in Rechnung gestellt….

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