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 Anonyme Barzahlung auf 10.000 Euro beschränkt

Die Höhe der anonyme Barzahlung wird im Kampf gegen Terrorismus und Geldwäsche auf 10.000 Euro gesenkt. Am 15.Dezember 2016 veröffentlichte das Bundesministerium für Finanzen einen Referentenentwurf zur Verschärfung des Geldwäschegesetzes. Dieses soll bewirken, dass der Freibetrag für meldepflichtige Bargeschäfte herabgesetzt wird. Das Gesetz dient der Umsetzung der Vierten Geldwäscherichtlinie (RL (EU) 2015/849) sowie der Durchführung der Geldtransferverordnung (VO (EU) 2015/847). Bis zum 26. Juni 2017 soll das Gesetz von der Bundesregierung verabschiedet werden.

Geldwäsche wird bekämpft

Konnten Anleger bislang bis 15.000 Euro anonym und in bar Edelmetall erwerben, wird die anonyme Barzahlung nach dem neuen Gesetz nur noch bis 10.000 Euro möglich sein. Ab einem höheren Betrag müssen sie sich spätestens ab Mitte 2017 mit ihren Personalien ausweisen.

Kernpunkte des Entwurfs zum Thema sind:

  • Transparenzregister: Die Einrichtung eines Transparenzregisters mit Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten für juristische Personen und Gesellschaften mit öffentlichem Zugang.
  • Neustrukturierung der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen: Durch das Gesetz wird der rechtliche Rahmen für die Aufgaben und Kompetenzen der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen neu konzipiert und erweitert. Bislang war die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen polizeilich ausgerichtet und beim Bundeskriminalamt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern angesiedelt. 
  • Erweiterung des Verpflichtetenkreises: Aufgrund des mit hohen Barzahlungen verbundenen Risikos bezüglich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung müssen Güterhändler geldwäscherechtliche Sorgfaltspflichten erfüllen, wenn sie eine Barzahlung in Höhe von 10 000 Euro oder mehr tätigen oder entgegennehmen (bisher 15 000 Euro).
  • Stärkung des risikobasierten Ansatzes des Geldwäscherechts: Die Verpflichteten müssen künftig grundsätzlich jede Geschäftsbeziehung und Transaktion individuell auf das jeweilige Risiko in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hin prüfen und ggf. zusätzliche Maßnahmen zur Minderung des Risikos ergreifen.
  • Verschärfung der Sanktionen: Anhebung des Bußgeldrahmens je nach Höhe und Schwere der Straftat.
  • Identifizierungsvorschriften: Die Vorschriften hierzu sind neu strukturiert, entsprechen inhaltlich aber im Wesentlichen dem geltenden Recht.

Hier geht es zum kompletten Entwurf zum Thema Anonyme Barzahlung

Zahngold lohnt sich

Der Besuch beim Zahnarzt kann schon unangenehm sein und auch mit Kosten einhergehen, besonders wenn verbrauchter Zahnersatz wie Kronen oder Brücken erneuert werden müssen. Sind diese einmal aus Edelmetallen angefertigt worden, lohnt es sich über die Verwendung des entnommenen Altgoldes nachzudenken. Sie könnten es nämlich zu Geld machen und damit beispielsweise Ihren Zuzahlungsbetrag für die Erneuerung spürbar verringern. ...weiterlesen "Wohin mit Ihrem Zahngold?"

Gold kommt im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen in der Natur meist gediegen vor. Das bedeutet, es muss zur Goldgewinnung nicht von Erzen gelöst werden, sondern kann direkt aus dem Gestein heraus gefiltert werden. Techniken zur Gewinnung von Edelmetallen gibt es schon seit Jahrhunderten. Industrielle klassische Verfahren sind die Amalgation und Cyanidlaugerei. Beides hochgiftige Verfahren, die für Mensch und Umwelt gleichermaßen gefährlich sind. Beim Amalgamverfahren kommt zur Lösung des Goldes Quecksilber und in der Cyanidlaugerei das hochgiftige Blausäuresalz Cyanid zum Einsatz.

Klassische Verfahren zur Goldgewinnung:

Goldwäsche

Die älteste Methode ist die Goldwäsche. Hier ging aber ein sehr hoher Anteil des Goldes verloren, sodass man den hohen Ertrag bei der Edelmetallgewinnung erst durch weitere chemische Prozesse erreichte. Heute wird die Goldwäsche wenig bis gar nicht zur Gewinnung von Gold genutzt. Sie dient nur noch als Schritt vor dem eigentlichen Verfahren. Gestein, Sand oder Schlamm werden gefiltert und vorgereinigt. Danach kommen sie in die weitere Bearbeitung. Einzig im Amazonas wird noch Goldwäsche von Firmen betrieben, jedoch nicht im abenteuerlichen Sinn des Gold-Schwenkens in speziellen Pfannen. Das Gold wird hier mit Hochdruck vom Gestein separiert. Diese Methode hinterlässt anschließend eine karge Mondlandschaft.

Amalgamverfahren

Bei der Goldgewinnung im Amalgamverfahren werden Schlämme und Gesteinssande, die Gold in sich tragen, vorgewaschen beziehungsweise gemahlen und intensiv mit flüssigem Quecksilber vermischt. Kleinste Goldkörner vermengen sich mit dem flüssigen Quecksilber und verbinden sich sich mit ihm. Gold und Quecksilber bilden dabei eine silberne Legierung, das Amalgam. Das Amalgam setzt sich am Boden ab und kann unkompliziert entnommen werden. Im folgenden Schritt wird es auf 360 Grad erhitzt. Das Quecksilber geht mit seinem sehr niedrigen Schmelz- und Siedepunkt bei dieser Temperatur in den gasförmigen Zustand über (Sublimation) und zurück bleibt das Rohgold. 

Cyanidlaugerei

Enthält ein Boden mindestens 0,9 Gramm Gold pro Tonne ist dieser für die Cyanidlaugerei wirtschaftlich rentabel. In der Goldgewinnung werden die Gesteine zunächst gemahlen und aufgeschichtet. Anschließend sickert eine sauerstoffhaltige Natriumcyanid-Lösung durch das staubfeine Gestein. Das eigentlich sehr reaktionsträge Gold bildet dabei jedoch mit dem Cyanid eine Komplexverbindung.  Nunmehr gebunden fließt das Gold als Gold Cyanid-Komplex in Auffangbecken. Es handelt sich dabei um ein hochgiftiges Sickerwasser. Die Lösung wird gefiltert und durch Zugabe von Zinkstaub gefällt. Der daraus entstandene braune Schlamm wird durch Reduktion zu Rohgold.

Gefährliche Produktion

Beide Verfahren sind für Mensch und Umwelt gefährlich. Quecksilber ist giftig. Da es schnell verdampft kann es zum unbemerkten Einatmen des Schwermetalles kommen. Auch der direkte Hautkontakt ist zu vermeiden. Quecksilberdämpfe entstehen schon bei geringer Temperatur in gefährlicher Konzentration. Bereits intensiver einmaliger Kontakt kann zu Beschwerden führen. Schlimmste Folgen bei dauerhaften Kontakt sind schwere Magen- und Darmkoliken und blutige Durchfälle, Nierenversagen, gravierende Schädigungen des zentralen Nervensystems sowie Begleiterscheinungen wie Störungen der Motorik oder Gewichtsverlust. Abgeführt in den Boden schadet es diesem und den Flussgebieten. Quecksilber reichert sich in Fischen an, die verschiedene Tierarten essen und auch dem Menschen als Nahrung dienen. Zur Gewinnung von nur einem Gramm Gold benötigt man ein ganzes Kilogramm Quecksilber.

Da die Cyanidlauge im freiem Himmel gelagert werden muss, ist dies gefährlich für Mensch und Umwelt, z.B. durch eventuelle Brüche der Becken.Tritt man mit Blausäure in Kontakt, kann dies in Sekunden zum Tod führen. Im Jahr 2000 in Rumänien in Baia Mare sowie 2011 in türkischen Kütahya kam es zu schlimmen Unglücken. Folge waren 2000 eine verseuchte Donau und weitreichende Umweltschäden.

Edelmetallrecycling – Was ist das?

Edelmetallrecycling ist die Rückgewinnung von Feinmetallen aus den unterschiedlichsten edelmetallhaltigen Scheidegütern und erklärt sich wie folgt: Edelmetall, als Beispiel Gold, befindet sich in einem Schmuckstück als Legierungsanteil und soll zurückgewonnen werden. Man möchte es erneut für andere Zwecke verwenden. Alle Werkstoffe, die einen relevanten Anteil Gold enthalten, können also erneut als Goldquelle zum Recycling dienen. Das Edelmetall kann ebenso aus Zahngold, Schmuck oder technischen Goldträgern zurückgewonnen werden.

Edelmetallrecycling ist Umweltschutz

Heute bieten die modernsten Möglichkeiten sehr hohe Recyclingraten und die nötige hohe Reinheit. Weltweit bestehen 27 Prozent der Goldvorräte aus recyceltem Gold. Durch das steigende Umweltbewusstsein wächst auch die Nachfrage und somit der Markt. Recyceltes Edelmetall steht Primärquellen im Preis und Qualität in nichts nach, denn als Element des Periodensystems zählt ausschliesslich die Reinheit und nicht der Ursprung. Recycelt werden kann Altgold in technisch relevantem Umfang nur in Scheideanstalten wie in der Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt. Hier kommen moderne industrielle Verfahren der anorganischen Chemie zum Einsatz um das Gold zurückzugewinnen.

Goldgewinnung im Anodenschlammverfahren

Ein modernes Recyclingverfahren bildet das Anodenschlammverfahren. Dieses Verfahren ist heute am verbreitetsten. Die elektrochemische Methode bietet die Möglichkeit besonders reines Edelmetall zu erhalten und ist in seiner Durchführung umweltfreundlich, da man auf giftige Substrate wie Quecksilber oder Cyanide verzichtet. Um das Edelmetall in Reinform zu gewinnen, wird es elektrolytisch abgeschieden. Über zwei Elektroden, Kathode und Anode, löst man in einem flüssigen Elektrolyten mittels eines definierten Stroms eine Ionenwanderung aus. Als Anode verwendet man das unreine Metall. Als Elektrolyt dient die Lösung eines Salzes des betreffenden Metalls. Die gegensätzliche Ladung der beiden Elektroden bewirkt, dass sich die Goldionen an der Kathode sammeln, bei ihrem Lauf durch den Elektrolyten bildet sich Anodenschlamm. Die Begleitelemente lösen sich auf. Der Schlamm wie auch die Kathidenanlagerungen beinhalten das begehrte Edelmetall in reiner Form. Nach Waschungen, Trocknungen und Schmelzen erhält man den wiederverarbeitbaren Rohstoff Gold. Diese elektrochemische Reinigung wird auch elektrolytische Raffination genannt.

Goldgewinnung durch Königswasserscheidung

Für Gold, welches metallisch oder als Legierung vorliegt, gibt es nasschemische Verfahren mit der Lösung durch Königswasser. Da Gold von den meisten Säuren nicht angegriffen wird, braucht es besonders starke und oxidierende Säuren um Gold zu lösen. Königswasser besteht aus Salzsäure und Salpetersäure im Verhältnis 3 zu 1. Gold oxidiert in dieser Lösung bereits bei Raumtemperatur. Das aufgelöste Gold wird zu Goldtetrachloridsäure und muss anschließend im Separationsverfahren von anderen Metallen abgeschieden werden. Man arbeitet mit extrem reaktiven und konzentrierten Säuren. Die Verfahren sind anspruchsvoll und erforderv sowohl Spezial-Reaktoren wie auch Metalll-Chemiker die Ihr Wissen wie bei der Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt einsetzen.

 

...weiterlesen "Goldanlage: Sind Goldbarren oder Goldmünzen besser?"

Machen Sie Gold nur zu einem Teil Ihres Portfolios künftiger Geldanlagen Gold ist nur für Börsenhändler für kurzfristige Spekulationen geeignet. Als auf Sicherheit bedachter Sparer sollte man nur einen gewissen Teil seines Vermögens in Gold investieren und seine sonstigen Anlagen breit streuen.

...weiterlesen "Gold in Indien – Volk fürchtet Konfiszierung"

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Goldpreis 2017

Lag der Goldpreis für eine Feinunze zur Jahresmitte noch bei 1.360 US-Dollar, fiel dieser bis zum Januar um fast zwölf Prozent auf 1.200 US-Dollar. ...weiterlesen "Prognosen zum Goldpreis 2017"