Antike Muenzen – über antike römische Münzen und das Gold von heute

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Antike Muenzen im Schmuck- Zeitalter der Edelmetalle im Geld

Antike Münze aus ByzanzAntike Muenzen im Schmuck kommen hin und wieder in unser Haus – Zeit, sich damit zu beschäftigen!

Was lehren uns die alten Zeiten in Bezug auf den Besitz von Gold und Goldmuenzen?

Die Anfänge der Münzprägung, also die Herstellung des ersten Geldes, sind interessante Zeiten gewesen mit vielen Parallelen zu unserem heutigen Leben. Schon vor dem römischen Kaiserreich der Antike gab es das Problem der Inflation und so wurden mehrfach Währungsreformen mit dem Einzug alter Münzen und Ausgabe neuer Münzen vorgenommen.

Wer sich damit beschäftigen möchte, findet daher zahlreiche Beispiele, die untermauern, wie sehr das verwendete Geld vom Edelmetall-Anteil oder dem Vertrauen in den Staat abhängt. Die wirtschaftspolitische Entwicklung eines Staates hängt heute ebenso vom verwendeten Geld ab, wie die früheren Kaiserrreiche.

Im Alten Rom

In antiken römischen Zeiten war das Erwerbsleben weitgehend frei von Eingriffen des Staates. Die Blütezeit des römischen Denars (eine Silbermünze) begann um Christi Geburt unter der Herrschaft von Augustus und endete ca. zweihundert Jahre später. Das römische Imperium dieser Zeit war trotz der Eroberungskriege in den Randregionen von innerem Frieden geprägt. Die hervorragende Infrastruktur, erkennbar an bis heute verfolgbaren Straßen der Römer, erlaubten einen regen Warenverkehr. Schon in früheren Zeiten hatte man sich auf Normen für die Währung, Gewichte oder Maße und Produkte festgelegt. Dies trieb nun den Handel an. Die Einfuhr von Zinn aus Britannien und Bernstein von der Ostsee, von Gold aus Sudan und Seide aus China zeugten vom Hunger Roms an Luxus. Vor allem die Metropole Rom mit seinen hunderttausenden von Einwohnern hatte einen riesigen Bedarf an Gütern aller Art. Das Preisniveau und der Denar waren stabil. In der Zeit um Christi Geburt bis etwa 200 Jahre später war das Römische Imperium von einem inneren Frieden geprägt, der dafür sorgte, dass Preisniveau und Währung stabil blieben.

Aus dieser Zeit sind nur wenige antike Muenzen erhalten geblieben, obwohl im Laufe der Jahrhunderte des Römischen Reiches viele Millionen geprägt wurden. Es gab keine Banken und so war jeder Besitzer von Geld gezwungen, seine Münzen selbst aufzubewahren. Da es in der Friedensphase keine Inflation gab, wurden Edelmetalle nicht so stark gehortet. Man hatte durch eine funktionierende Verwaltung auch keine Furcht, seinen Besitz jederzeit durch Raub verlieren zu können, und deshalb wurden in dieser Zeit recht wenige Münzen vergraben.

Gefunden werden überwiegend die Münzen aus schlechten Zeiten

So stammen etwa 75% aller Münzfunde aus der spätrömischen Zeit, in der Unruhen und massive Geldentwertung einsetzte. Vergleichbar mit den großen Papiergeld-Inflationen des 20. Jahrhunderts wurden Millionen für Dinge des täglichen Bedarfs verlangt und am Ende gab es wie in den Anfängen der römischen Republik wieder Natural- und Tauschwirtschaft.  Die Gründe für den Niedergang waren auch bei den alten Römern explodierende Kosten für zermürbende Kriege mit den aufbegehrenden Grenzvölkern, die exorbitanten Zahlungen an die Beamten des Römischen Reiches, aber auch Erdbeben und eingeschleppte Krankheiten wie die Pest. Ebenso wie unsere Politiker leistete sich auch das römische Reich Unsummen für luxuriöse Bauten der Kaiser, aber auch Unterstützungszahlungen für arme Bevölkerungsschichten. Völker außerhalb des Reiches, die keine eigene Währung besassen, horteten darüberhinaus auch römische Münzen.

Das Ende der Wohlfahrt

Im dritten nachchristlichen Jahrhundert war es mit der Blüte vorerst vorbei: Eine massive Geldentwertung setzte ein. Unter Trajans Herrschaft wurde für die Kriege erstmals mehr ausgegeben als eingenommen. Alle reichen Länder im Umkreis waren besiegt und die riesige und teure Armee musste weiterhin bezahlt werden. Weil die meisten Kaiser durch besondere militärische Leistungen ihren Titel erlangten, konnten sie sich unmöglich gegen die Armee stellen bzw. diese verkleinern, was eigentlich sinnvoll gewesen wäre. Wenn sie es doch taten, wurden sie unverzüglich umgebracht. Folglich wurden auch arme Randregionen wie die Britischen Inseln und Mesopotamien erobert, die an Reichtum nichts boten. Trotzdem wuchs die Armee weiter an und wurde zunehmend fast ausschliesslich dazu benötigt, Rebellionen der eigenen Bevölkerung oder in den Randgebieten niederzuschlagen.

In Rom bestand eine riesige Nachfrage nach Luxusgütern aus Asien. Weil Rom aber keine hochwertigen Fertigprodukte anbieten konnte, musste es in Edelmetallen, in Gold und Silber bezahlen. Dieser Edelmetallabfluss führte zu geringeren Steuereinnahmen und vergrösserte dadurch das staatliche Ausgabendefizit weiter.

Zur Bekämpfung des Ausgabendefizits versuchten viele Kaiser, die Edelmetalle im Geld noch ein bisschen mehr zu strecken, um mit den vorhandenen Edelmetallen mehr Münzen zu produzieren. Damit sollten die riesige Beamtenschaft und die teuren, aber nicht mehr gewinnbringenden Kriege bezahlt werden. Dies hat aber nichts genützt, der Markt hat ihnen durch Inflation einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als durch Eroberungen kein Geld für das Reich zu beschaffen war, wurde die eigene Bevölkerung geschröpft. Die Steuern stiegen schnell an und zwar so lange, bis beim Volk praktisch nichts mehr zu holen war. Das kommt uns alles heute sehr bekannt vor! Danach wurden sogar die Vermögen reicher Bürger konfisziert, die man als vermeintliche Landesverräter bezeichnete und auf diese Art kriminalisierte. So weit sind wir zur Zeit glücklicherweise noch nicht. Obwohl man einige Prozesse im Bereich der russischen Jurisdikation so betrachten könnte. Auch in westlicher Berichterstattung wird gern polemisch auf Wohlhabende hingewiesen, die unsozial agieren. In der Zeit der jeweils nur sehr kurz regierenden Soldatenkaiser rang das Reich ums Überleben.

Reformversuche im Alten Rom

Erst dem Reformkaiser Diokletian gelang es um 300 nach Christus, die Inflation künstlich zu bremsen und die Wirtschaft wieder kurzzeitig ins Laufen zu bringen. Um die politische Instabilität zu mildern, gründete er die Tetrarchie, was sich als erfolgreich herausstellte. Die Zeit mit mehreren Kaisern markierte den Beginn der Spätantike und die Idee, dem Volk mehrere Sündenböcke oder Identifikationsfiguren hinzustellen, behielt ihren Charme, auch nachdem Diokletian im Jahr 305 n.Ch. zurücktrat. Ausserdem stabilisierte er den Denar, indem er den Silber- und Goldgehalt erhöhte und weitere Werte wie den Follis in Umlauf brachte. Er versuchte, die Wirtschaft zu regulieren, weil er erkannte, dass sie der eigentliche Motor des Reiches war. Sein Preisedikt schrieb Höchstpreise und Höchstlöhne vor. Dies führte allerdings zu einem deutlichen Produktionsrückgang, wie wir es auch aus der Planwirtschaft späterer Zeit kennen. Er befahl allen männlichen Bürgern, den Beruf ihres Vaters zu übernehmen und verbot den stark belasteten Bauern, ihre Felder zu verkaufen. Dieses System des staatlichen Diktats über die Wirtschaft funktionierte natürlich nicht. Die Märkte verschwanden recht schnell und Diokletian sah sich deswegen gezwungen, auf Zwangsarbeit und weitere Regelungen zur Planwirtschaft zurückzugreifen. Als weiterer Schachzug läutete Diokletian die Christenverfolgung ein, konfiszierte ihr Vermögen und ermordete sie in Scharen in der Arena, um das Volk hinter sich zu haben.

Der letzte wichtige Reformkaiser war Konstantin der Grosse (330 n.Ch.). Er beendete nach einigen Jahren die noch von Diocletian begonnene Christenverfolgung und die Tetrarchie. Um die fehlenden Einnahmen zu decken, plünderte er stattdessen alle heidnischen Tempel des Reiches und prägte Münzen aus den so angeeigneten Edelmetallen. Beatas Tranquilitas – Konstantin hatte eine gewisse Stabilität wieder hergestellt, aber nur für kurze Zeit.

Der Untergang von Währung und Reich

In den letzten Jahrhunderten des Römischen Reiches gab es keine funktionierende Währung mehr. Rom griff weiterhin auf die Zwangsarbeit und Zwangsaushebung zurück, um seinen Bedarf zu decken. Das Volk hingegen tauschte Waren und Dienstleistungen, soweit es möglich war. Bürgerkriege und Rebellionen nahmen zu. Die Armee, nie zurückgestutzt, wurde gegen die eigenen Bürger eingesetzt.

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Antike Münze Römische Kaiserzeit, Nero Aureus, 54-68, Gewicht:, 7g

 

Die letzten Münzen von Theodosius & Co waren mit 1-2cm Durchmesser nur noch winzig. In den letzten Jahrzehnten gab es weder Märkte noch Geld. Hier ein Beispiel der krassen Münzenverkleinerung. Die erste Münze wurde von Nero (54-68 n.Ch.) herausgegeben, die zweite von Theodosius II (402-450 n.Ch.).

 

 

 

 

RoemischeGoldmuenzeAureusTheodosius402-450
Goldmünze aus dem Römischen Kaiserreich 402-450, Kaiser Theodosius II., Gewicht: 4,4g, ca. 20mm

Die Bauern liessen sich im ausgehenden römischen Reich gerne von barbarischen Stämmen unterwerfen, weil diese ihnen bessere Bedingungen und mehr Freiheiten boten als die römischen Kaiser. Sie schlossen sich ihnen an und ermordeten die letzten weströmischen Kaiser. Als das Westreich unterging, konnte sich das Ostreich noch ein paar wenige Jahrzehnte halten.

2 Dinge können wir aus Münzfunden schliessen:

Seit den 90er-Jahren werden römische Münzen aus osteuropäischen Staaten und dem Balkan auf manchmal abenteuerlichen Wegen nach Mitteleuropa und in die USA exportiert. Früher waren die Exporte deutlich kleiner. Die entsprechenden Ausfuhrländer verkaufen also ihre eigene Kultur und Vergangenheit an den reichen Westen. Gemäss vertrauenswürdigen Schätzungen wurden in den letzten zehn Jahren über 200 Mio. Münzen in den Westen verfrachtet, die Münzenquellen werden in den nächsten Jahren versiegen.

Doch was ist daran interessant? Zwei Dinge. Erstens stellt sich die Frage, woher denn diese Unmengen von Münzen kommen und warum sie nicht eingeschmolzen wurden. Das war nämlich der übliche Weg für Münzen. Sie wurden zu neuem Geld gemacht. Zweitens kann aus der groben Struktur der Funde auch die wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklung des römischen Reiches verfolgt werden.

Die erste Frage, woher die Münzen kommen, ist Grundlage zur Beantwortung der zweiten. Da es in der Römerzeit weder Banknoten noch Banken gab, war man gezwungen, sein finanzielles Vermögen in Bargeld zu halten (=Münzen). Diese wurden oft im Keller, unter Bäumen, neben Bauwerken wie Aquaedukten und Brücken vergraben. Viele dieser Verstecke wurden vergessen, weil die Besitzer der Münzen gestorben sind (z.B. Soldaten im Krieg), umgebracht wurden oder den Ort des Verstecks vergessen haben. Wenn grössere Münzfunde nach den darin enthaltenen Kaisern sortiert werden, kann dies Hinweise auf die Situation der Bevölkerung und ihrem Zugang zum Geld bzw. Edelmetall-gedecktem Geld geben.

So sind in den Funden zu ca. 75% Münzen von den spätrömischen Kaisern enthalten. Das muss an den schwierigen Zuständen im spätrömischen Reich gelegen haben. Es gab schlimme Unruhen, immer wieder Bürgerkriege und die Leute vergruben ihr Geld wegen den zahlreich werdenden Überfällen vorsorglich. Andererseits prägten die spätrömischen Kaiser extrem viele Bronzemünzen, um den Weiterbestand der Währung zu sichern, der durch den Mangel an Edelmetallen gefährdet war. Vergleichbar mit der Inflation vor dem 2. WK. Der Edelmetallmangel der späten Kaiserzeit wird auch aus den extrem seltenen Gold- und Silbermünzenfunden aus dieser Epoche offensichtlich.

Die Münzen aus der Friedensepoche (0-200 n.Ch.) sind dagegen relativ selten (ca. 10-15% der Funde). Die Menschen brauchten wegen den stabilen Verhältnissen nicht um ihr Geld zu fürchten. Daher vergruben sie es nicht. Ausserdem war die Währung noch wertvoller (Denare waren aus 100% Silber) und es gab keine Inflation. Das Geld (=Edelmetall) wurde also im Umlauf, im Handel gehalten und nicht vergraben.

Übertragen Sie dies auf die heutige Situation mit den Diskussionen rund um die Bargeld-Abschaffung und den Euro: Haben Sie Vertrauen in die Euro-Währung mit dem großen, vereinheitlichten Währungsraum Europa? Sind Sie bereit, bargeldlos zu leben und damit ALLE finanziellen Transaktionen, vom Kaffee am Kiosk oder jede Tankfüllung bis zur Anschaffung grösserer Werte über Ihre Bankverbindung offen zu legen?

Antike Münzen

Artikel-Grundlage: http://www.roemische-muenzen.com/information_waehrungssystem.htm

Antike Münzen finden Sie unter anderem hier: http://www.roemische-muenzen.net/ArsAeterna/

 

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Tafelgeschaeft

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Ganz aus der jetzigen Stimmungslage heraus: JA! JETZT Gold kaufen – Geld verzinst sich nicht mehr!

Seit dem 07. Januar 2016 ist der Goldpreis um ca. 14% gestiegen. Damit performt das Edelmetall gerade in Spitzenregionen. Aktien sind unsicher, siehe Deutsche Bank oder Volkswagen. Immobilien sind zu teuer. Die Mietpreisbremse verhindert ein privates Engagement im Immobiliensektor.

Einfach Sparen und hoffen hilft nicht: Bargeld-Abschaffung droht. Die irrwitzigen Staatsverschuldungen lässt die Politik über eine Bargeld-Abschaffung nachdenken. Hintergedanke: Kalte Enteignung, Austrocknung von Schwarzgeld durch Überwachung des gesamten Vermögensbestandes jeder Einzelperson. Die staatliche Repression der Bürger nimmt absurde Züge an. Ab dem kommenden Jahr werden Bargeldgeschäfte auf nur noch Euro 10.000.- begrenzt und zwar nicht mehr nur die Käufe von Dingen, wie Edelmetalle u.a. (Geldwäschefurcht des Staates) sondern dann müssen auch auch Verkäufe von Privateigentum wie Automobile, Antiquitäten usw. haarklein dokumentiert werden, wenn sie 10.000.- Euro überschreiten. Die Kosten der Abschaffung der 500 Euro-Scheine wird zur Zeit berechnet.

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Der Euro – wie lange wird es ihn noch geben? Gold kaufen – jetzt!

Die Europäische Gemeinschaft wackelt – droht der BREXIT?  Nicht nur östliche EU-Staaten wollen keine Muslime, trotzdem wird über den Beitritt der Türkei verhandelt. Draghi möchte sicher sein, dass billiges Geld in den Wirtschaftskreislauf kommt und findet es überlegenswert Geld vom Himmel regnen zu lassen… (siehe: Helikopter-Geld,  Artikel der „Welt“) Die Inflation soll ganz bewusst angeheizt werden.

Darum, Gold kaufen – und zwar jetzt.

Wesentliche Probleme werden nicht mehr gelöst, sondern geraten in den Hintergrund durch aktuellere Themen. Griechenland hat man mittlerweile nahezu vergessen. Das Konglomerat von unlösbaren Problemen führt dazu, dass auch Gold an Interesse gewinnt. Der Mensch sucht nun einmal Sicherheit. In dieser Situation beruhigt der Besitz von Gold tatsächlich.